Österreichs Frauen liegen gegen Lettland 1:2 zurück
Österreichs Tennis-Frauen sind im Play-off-Länderkampf gegen Lettland mit 1:2 in Rückstand geraten. Sinja Kraus war am Samstag im insgesamt dritten Einzel beim Billie Jean King-Cup in Schwechat gegen Jelena Ostapenko letztlich chancenlos. Die erst 20-jährige Wienerin unterlag der Weltranglisten-18., die am Vortag gegen Tamira Paszek erst nach Abwehr zweier Matchbälle gewonnen hatte, trotz Satzgewinn klar mit 0:6,6:3,1:6.
„Das war sehr schwierig, ich bin einfach nicht in das Match gekommen. Sie hat mir von Anfang an die Bälle links und rechts um die Ohren geschossen, kaum Fehler gemacht“, konstatierte Kraus nach ihrem ersten Match gegen eine Top-20-Spielerin. Sie fand, dass Ostapenko im Vergleich zum Vortag „noch einen Zahn zugelegt“ habe.
Zwar habe sie versucht, mit ein paar Varianten wie Slice etc. ihre Gegnerin aus dem Rhythmus zu bringen, aber: „Das war nichts, ich habe mich selbst damit total aus dem Rhythmus gebracht“, gestand Kraus, die u.a. auch von ihrem Coach Babak Momeni angefeuert wurde.
Schlechter Start
Das Match hatte für Kraus gar nicht gut begonnen: Ostapenko feuerte aus allen Positionen und traf auch sehr viel. Die 20-jährige Kraus musste schon nach nur 22 Minuten den ersten Satz mit 0:6 abgeben. Dieses wurde von der nicht immer sehr sportlichen Ostapenko auch noch mit einem hämischen Grinsen garniert. Als die Lettin im zweiten Game des zweiten Durchgangs einen Breakball zum achten Spiel en suite hatte, schien alles zum glatten Sieg bereit.
Doch Kraus bäumte sich auf. Nach Break zum 3:2 für Kraus gab sie zwar das Service gleich wieder ab. Aber ab dem 3:3 diktierte Kraus das Match in diesem Satz. Die Weltranglisten-197. nahm der Nummer 18 den Aufschlag zum 4:3 und 6:3 ab.
Ostapenko fing sich von diesem Rückschlag aber rasant und war damit plötzlich wieder so überlegen wie im ersten Satz. Die 25-Jährige zog mit zwei Zu-Null-Games in Folge im Entscheidungssatz davon. Erst bei 0:5 holte sich Kraus noch ein Ehrengame. Kraus, die noch darauf hoffte, beim Stand von 2:2 im Doppel im Kampf um den Sieg anzutreten, spielt kommende Woche bei einem 80.000-Dollar-ITF-Turnier in Madrid.
Damit stand Paszek im Anschluss gegen Diana Marcinkevica, die kurzfristig anstelle Daniela Vismane nominiert wurde, schon mit dem Rücken zur Wand. Österreich musste nun sowohl dieses letzte Einzel als auch das abschließende Doppel gewinnen, um noch den Aufstieg zu schaffen.
Der Sieger steigt in die Qualifikationsrunde 2023 auf, die Auslosung dafür wird am Sonntag (14.00 Uhr) in Glasgow vorgenommen. Der Verlierer spielt kommendes Jahr in der Europa-Afrika-Gruppe I.
(APA)/Bild: GEPA
