ÖSV-Chef Mandl will mehr Grenzgängerinnen sehen

Die Stippvisite am Semmering hat Herbert Mandl in seiner Meinung bestärkt. „Wenn sie couragierter fahren, sind sie dabei – da fehlt es nicht so weit“, sagte der ÖSV-Alpinchef angesichts der leichten Verbesserung der Riesentorläuferinnen im zweiten Semmering-Weltcup am Mittwoch. Weil das Frauen-Team aber auf harten, schlagigen Pisten weiter schwer die schnellste Spur findet, fordert Mandl mehr Trainings am Limit ein.

„Es war auch am Semmering sicher schwer zu fahren, es war unruhig – dann kommt es dir gleich wild und schnell vor. Das musst du intus haben, vor allem, dass du den Weg nach unten suchst“, sagte Mandl nach dem Riesentorlauf-Doppel am „Zauberberg“, das aus ÖSV-Sicht lediglich mit einer Top-Ten-Platzierung durch Ricarda Haaser (8.) endete.

Den von Mandl bemerkten „kleinen Fortschritt“ im Vergleich zum Sestriere-Fiasko schmälerte der Ausfall von Katharina Truppe, die im zweiten Rennen als Halbzeit-Sechste ausschied. Das Engagement allerdings freute den Chef. „Fehler können immer passieren, aber du musst dich erst einmal im Grenzbereich bewegen, sonst bist du nicht vorne dabei“, sagte der frühere Langzeit-Cheftrainer der ÖSV-Frauen. „Sie sehen, dass sie auch laufzeitmäßig dabei sind, wenn sie am Limit fahren.“

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„Müssen schauen, dass schon im Training die Grenzen ausgelotet werden“

Diesbezüglich ortet der Niederösterreicher aber weiter viel Luft nach oben. „Viele fahren vom ganzen Schwungverhalten zu viel auf Reserve – zu hoch und zu rund.“ Er will deshalb von den Übungsleitern bereits mehr Trainings am Limit eingefordert haben. „Die Trainer müssen schauen, dass schon im Training die Grenzen ausgelotet werden.“ Die Krux dabei ist, dass pickelharte, gesalzene Weltcup-Pisten und etwa Kunstschnee-Wellen wie sie am Semmering vorkamen, im Training schwer „zu organisieren“ sind, wie Mandl festhielt.

Aktuell werde jedenfalls an vielen Fronten getüftelt. „Wenn du bei der Spitze dabei sein möchtest, musst du schauen, dass du irgendwo was verbesserst, was umstellst, was vielleicht noch nicht optimal ist. Dass das auch im Rennen greift, auch im Zusammenhang mit der Materialabstimmung, haben sie noch nicht auf den Punkt gebracht“, sagte Mandl.

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(APA)

Bild: GEPA