Offiziell: Belgien trennt sich von Tedesco
Domenico Tedesco ist nicht mehr Teamchef der belgischen Fußball-Nationalmannschaft. Der belgische Verband gab am Freitag die Trennung vom 39 Jahre alten Deutschen bekannt. Dieser hatte das Amt im Februar 2023 übernommen und einen Vertrag bis zur WM 2026 unterschrieben.
Der Sportausschuss des Fußballverbandes habe „nach umfassender Evaluierung entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden“, teilte der KBVB am Freitag mit. Wie sein Landsmann Tedesco muss auch Andreas Hinkel gehen, der frühere deutsche Nationalspieler hatte als Assistenzcoach für die Roten Teufel gearbeitet.
In seinem ersten Jahr hatte Tedesco mit den „Roten Teufeln“ die EM-Qualifikationsgruppe ungeschlagen und mit einem Punkt Vorsprung auf Österreich gewonnen. Bei der EM-Endrunde im vergangenen Sommer hatte Belgien nur einen Sieg gefeiert und war im Achtelfinale mit 0:1 an Frankreich gescheitert. Nach mehreren sieglosen Spielen und dem nur knapp abgewendeten direkten Abstieg in der Nations League (ein Sieg aus sechs Spielen) hatte der Druck auf den Coach noch einmal zugenommen.
Tedesco bis zum Schluss selbstbewusst
Der frühere Bundesliga-Trainer von RB Leipzig und Schalke 04 hatte wiederum im November auf die hohe Zahl an Verletzten verwiesen. Er zeigte sich bis zum Schluss sicher, noch der richtige Mann für den Job zu sein.
„Eine schöne Geschichte ist leider zu Ende gegangen. Ich bin hundertprozentig sicher, dass die Mannschaft gegen die Ukraine gewinnen und sich auch problemlos für die WM qualifizieren wird“, sagte Tedesco (39). Das Team befinde sich „noch in der Anfangsphase seiner Entwicklung und wird auch in den kommenden Jahren für Aufsehen sorgen“.
Negative Stimmung nach schwacher Serie
Von den vergangenen zehn Spielen verlor Belgien sechs, holte zwei Unentschieden und Siege gegen Rumänien und Israel. Tedesco verwies zuletzt darauf, dass man in der Nations League viel experimentieren musste, nun aber wisse, wo man stehe. „Die negative Stimmung ist schon eine ganze Weile da. Mir wurde gesagt, das sei in Belgien normal“, sagte der 39-Jährige.
(APA) / Bild: Imago
