Offiziell: WSG Tirol legt Protest gegen Spielbeglaubigung ein
Die WSG Tirol hat bei der Österreichischen Fußball-Bundesliga fristgerecht Protest gegen die Spielbeglaubigung des Bundesligaspiels gegen den TSV Hartberg eingebracht. Das geben die Tiroler am Montag bekannt.
Gegenstand des Protests ist eine aus Sicht der WSG Tirol regelwidrige Spielfortsetzung unmittelbar vor dem Elfmeter, der in weiterer Folge die spielentscheidende Szene und den Sieg für den TSV Hartberg darstellte. Sky berichtete bereits am Sonntag darüber.
Konkret bezieht sich der Protest auf die Einwechslung von Hartberg-Stürmer Lukas Fridrikas in der 66. Spielminute. Im Rahmen eines Dreifachwechsels musste der Spieler zunächst Teile seiner Ausrüstung korrigieren und war somit noch nicht ordnungsgemäß für die Spielfortsetzung bereit. In weiterer Folge wurde Lukas Fridrikas ohne vorangegangene Spielunterbrechung während des laufenden Spiels durch den vierten Offiziellen auf das Spielfeld geschickt. Nach Ansicht der WSG Tirol stellt dieser Vorgang einen Verstoß gegen die geltenden Spielregeln dar. Zwischen dem Betreten des Spielfeldes durch den genannten Spieler und dem Elfmeterfoul in der 70. Spielminute gab es keine Spielunterbrechung. Ein der WSG Tirol vorliegender Videomitschnitt dokumentiert diesen Ablauf. Gemäß den Bestimmungen der IFAB-Spielregeln ist eine Einwechslung ausschließlich im Rahmen einer Spielunterbrechung zulässig. Lukas Fridrikas wurde jedoch während einer laufenden Spielzene auf das Spielfeld gewunken und erwirkte wenige Sekunden später den entscheidenden Elfmeter.
Die Szene im VIDEO:
Der Protest wurde unter Beilage der entsprechenden Unterlagen und Beweismittel fristgerecht bei der Österreichischen Fußball-Bundesliga eingebracht.
(WSG Tirol) / Bild: GEPA