Ofner kämpft am Geburtstag um erstes ATP-1000-Achtelfinale
Bleibt Sebastian Ofner in dieser Form und unverletzt, dann ist Österreich schon bald wieder in den Top 100 des Männer-Tennis vertreten. Der Steirer zeigt seit seiner Rückkehr Mitte März eine kontinuierliche Formsteigerung und kämpft nun am Montag sogar um sein erstes Achtelfinale bei einem ATP-Masters-1000-Turnier. Ofner hat in Rom aus der Qualifikation heraus die dritte Runde erreicht und spielt nun an seinem 29. Geburtstag am Montag gegen Francisco Cerundolo (ARG-17).
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Bisheriges Highlight war am Samstag sein 6:2,6:7,6:3-Erfolg über den Weltranglisten-16. Frances Tiafoe aus den USA. Ofner sprach danach von seinem bisher besten Match nach seinem Comeback nach siebenmonatiger Pause. Der Schützling von Wolfgang Thiem bzw. Touring-Coach Stefan Rettl bestreitet nach vier Challenger-Turnieren (zwei Mal im Viertelfinale, Anm.) sein zweites Turnier auf ATP-Tour-Level. In der Vorwoche hatte er sein „protected ranking“ genutzt und hatte beim ATP-1000-Turnier in Madrid immerhin gleich die erste Runde überstanden.
Gegen Cerundolo um mögliches Duell mit Sinner
In Rom hat sich Ofner bewusst entschieden, es über die Qualifikation zu versuchen und der Coup ging auf. Nach vier Siegen en suite steht er nun in Runde drei und kämpft nicht nur um sein erstes Achtelfinale auf dem zweithöchsten Turnierlevel, sondern auch um ein mögliches Duell mit dem Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner. Ein Einzug ins Achtelfinale wäre auch von den Punkten her eine Wohltat für Ofner, hat er doch in nächster Zeit auch einiges an ATP-Zählern zu verteidigen. So etwa 100 Punkte von der dritten French-Open-Runde oder 165 vom Finale auf Mallorca.
Zunächst gilt der Fokus freilich ganz auf den Montag, an dem er sich selbst das größte Geschenk zum 29. Geburtstag machen könnte. Gegen Cerundolo hat Ofner allerdings eine 0:2-Bilanz stehen, beide Niederlagen kamen auf Hartplatz zustande. „Cerundolo auf Sand ist richtig tough. Aber wenn ich meine Leistung bringe, kann ich gewinnen. So wie ich im Moment drauf bin, wird das ein offenes Match werden“, gibt sich Ofner gute Chancen.
Nutzung des „protected ranking“ durchgeplant
Seine weiteren acht Turniere, bei denen Ofner das „geschützte Ranking“ nach seiner Verletzung nutzen möchte, hat er bereits bis auf eines festgelegt. Die drei ausständigen Grand Slams in Paris, London und New York sowie Toronto, Cincinnati, Winston-Salem und Shanghai sind fix. Um den China-Trip herum wird er das Letzte beanspruchen.
Besonders erfreulich für Ofner ist, dass er schon jetzt eine gewisse Steigerung gegenüber der Zeit vor den Fersen-Operationen im vergangenen Herbst feststellen kann. „Ich glaube sogar, dass ich vom Spiel her eine Spur besser bin, vor allem weil ich mehr ans Netz nachgehe, mehr nach vorne spiele. Da habe ich in der Zeit, in der ich verletzt war, gut trainiert. Ich brauche noch ein paar Matches mehr auf dem Niveau, um zu sagen, wo ich wirklich stehe.“
Mit den Bedingungen in Rom fühlt sich Ofner pudelwohl. „Es ist super angenehm vom Tempo her, es ist auch angenehmer zu retournieren und ich finde die Bälle super“, erklärte Ofner. Von den Nachwirkungen der Operationen an beiden Fersen spürt er „fast gar nichts mehr. Es ist echt schon wirklich gut.“
(APA) Foto: Imago
