Ofner nach Erstrundenaus: „Eigentlich ist nicht so viel falsch gelaufen“

Bei den Australian Open musste sich Österreichs Nummer eins Sebastian Ofner in einem wahren Fünfsatz-Krimi dem Lokalmatador Thanasi Kokkinakis beugen. Dabei würde er rückblickend vor allem eine Sache anders machen. „Wenn es noch einmal so wäre, würde ich mir vielleicht ein bisschen mehr trauen, vor allem im Champions-Tiebreak eine Spur aggressiver spielen“, sagte Ofner.

Viel mehr vorzuwerfen hatte sich der Steirer aber nicht. „Es ist immer schwierig nach so einem Match, weil eigentlich nicht so viel falsch gelaufen ist beim Spielen“, resümierte der Steirer. Trotzdem fehlte das Erfolgserlebnis. „Das Größte, was man mitnehmen kann, ist, dass man immer dranbleiben muss, egal was passiert. Es kann sich immer drehen. Egal ob man sich schlecht oder gut fühlt, man muss schauen, dass man vielleicht irgendwie über so eine Partie drüber kommt.“

Im entscheidenden fünften Satz brachten beide Spieler ihre Aufschlagsspiele weitgehend souverän durch, Breakchancen ergaben sich dadurch kaum. Einzig beim Stand von 2:1 und 30:30 kam Ofner bei einem knappen Punkt dem Break nahe. „Es war das einzige Mal im fünften Satz, dass ich das Gefühl gehabt habe, dass da eventuell eine kleine Chance da ist bei seinem Service“, sagte Ofner. Kokkinakis habe „unglaublich“ serviert. „Es war so schwierig, er hat mir so wenig Angriffsfläche bei seinem Service gegeben.“

Ofner lobt „faires“ Publikum

Nach mehr als vier Stunden verwertete der Australier seinen zweiten Matchball zur Freude des Heimpublikums, das den Lokalmatador lautstark angetrieben hatte. „Es macht viel mehr Spaß am Platz zu stehen, wenn man solche Zuschauer hat. Man muss sagen, dass sie größtenteils echt fair waren“, verlautete Ofner. „Sobald es losgegangen ist, war Ruhe, von dem war das echt in Ordnung.“ Den Großteil der Arena gegen sich zu haben, sei auch nicht zwingend ein Nachteil. Man könne das mit der nötigen mentalen Stärke auch gut für sich nutzen.

Am Ende gab es den für die Fans richtigen Sieger, von Gegner Kokkinakis gab es beim On-Court-Interview nochmal ein Lob für den geschlagenen Ofner. „Es war ein echter Kampf. Er ist ein sehr guter Spieler, mit einer Menge Power in seinen Schlägen. Er hat gezeigt, warum er die Nummer 37 der Welt ist“, lobte Kokkinakis den Verlierer.

(Red./APA)/Bild: Imago