Pats wollen Steelers-Rekord einstellen

via Sky Sport Austria

Neues Jahr, alter Sieger? Die New England Patriots stehen nach ihrem letztjährigen Triumph erneut im Super Bowl. Tom Brady könnte sich dabei nicht nur seinen sechsten Ring holen, sein Team würde mit einem Sieg auch mit dem Rekordhalter, den Pittsburgh Steelers, gleichziehen.

Die New England Patriots haben es schon wieder getan und untermauern ihre Stellung als ‘Serientäter’ in Sachen Finaleinzüge in den 2000er-Jahren: Das Team aus Bosten steht erneut im Super Bowl. Dabei hat es zu Saisonbeginn überhaupt nicht danach ausgesehen. Als Favorit in die Saison gegangen, wusste man nicht sonderlich zu überzeugen. Mit ein Grund dafür war auch die Verletzung von Receiver Julian Edelman, der sich in der Pre-Season das Kreuzband riss.

Allerdings war weniger die Offense das Problem, sondern mehr die Defense. Die Patriots wären aber nicht die Patriots, hätte Headcoach Bill Belichick das Problem nicht einigermaßen schnell wieder behoben hätte. Dennoch sollten die Patriots am Ende der Regular Season mit ihrer Defense nur auf Rang 29 der Liga stehen! Für mehr Sicherheit sorgt seit den Playoffs Alt-Star James Harrison. Der 39-jährige Linebacker (zweifacher Super-Bowl-Sieger) wurde nach der Regular Season von den Steelers gecuttet – die Pats schlugen zu und holten sich Harrison.

Kein Grund allerdings gleich in Panik zu verfallen. Die Offensive rund um Tom Brady und Rob Gronkowski hielt eindrucksvoll dagegen. Quaterback Brady, von seinen Fans liebevoll G.O.A.T. (Greatest Of All Time/Größter aller Zeiten) genannt, zog sein Team mit 4577 Passing Yards, 33 Touchdowns bei acht Interceptions und einem Quaterback-Rating von 102,8 in der Regular Season aus dem Anfangstief – nun steht er erneut zur Auswahl des MVP.

Aber Brady und Belichick mussten das Team nicht alleine auf ihren Schultern tragen. Tight-End-Superstar Rob Gronkowski bewies mit 1084 Receiving Yards und neun Touchdowns einmal mehr seine Bedeutung für das Pats-Spiel. Ihm dicht auf den Fersen war Wide Receiver Brandin Cooks, der nur bei zwei Receiving Yards und einem Touchdown weniger hielt.

Eagles wollen zu Super-Bowl-Triumph fliegen

Doch auch das Laufspiel der Patriots kann sich sehen lassen. Dion Lewis, der seine NFL beim Super-Bowl-Gegner Philadelphia Eagles begann, verfehlte die 1000-Yard-Marke nur um 104 Yards, dazu kam er auf sechs Touchdowns. Durchschnittlich erzielte die Offense 28,6 Punkte und 276,1 Passing Yards pro Spiel (beides Platz zwei). In Sachen Yards per Game (394,2) ist man sogar Nummer eins.

In der Divisional Round zeigte sich New England blendend: Den Tennessee Titans ließ man beim 35:14-Sieg keine Chance. Das AFC Conference Final sollte sich allerdings schwerer als erwartet gestalten: Da drehen die Patriots erst im Schlussviertel auf und drehen einen 10:20-Rückstand noch in einen Sieg. Allerdings verletzte sich Gronkowski (Gehirnerschütterung) – doch der Superstar darf im Super Bowl antreten. Zum Helden für die Patriots wurde ein anderer: Wide Receiver Danny Amendola fing zwei Touchdown-Pässe von Tom Brady für den Sieg.

Wie man Philadelphia im Endspiel schlägt, weiß Brady nur zu gut: 2005 schlug man die Eagles mit 24:21. Sollten die Patriots zum sechsten Mal die Vince-Lombardy-Trophy stemmen dürfen, würden sie mit den Steelers (Rekordhalter) gleichziehen. Ein gutes Omen ist, dass das Team aus Bosten in weiß spielen darf – in den vergangenen 13 Jahren holte zwölfmal das Team in weißen Trikots den Super Bowl. Einzig die Green Bay Packers spielten bei ihrem Sieg 2011 in grün.

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