Peter Stöger: „Ich habe bewusst gesagt, ich starte diese Challenge vor zwei Jahren – das ist mein Heimatverein, mein Bezirk, mein Klub“

via Sky Sport Austria
  • Roman Stary: „Wenn wir eine halbe Stunde länger spielen, werden wir auch kein Tor schießen“
  • Alexander Grünwald: „Es macht mich sehr stolz bei so einem Klub 300 Pflichtspiele zu absolvieren, ich hoffe, dass noch ein paar dazukommen“
  • Mario Leitgeb: „Hinten machen wir Fehler wie im Kindergarten“
  • Alfred Tatar: „Marco Djuricin ist ein spielerischer Mittelstürmer, Kompliment für seine Leistung“

 

Im Hinspiel des Europacup-Playoff-Finales besiegt Austria Wien den RZ Pellets WAC mit 3:0. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

FK Austria Wien – RZ Pellets WAC, 3:0 (1:0)

Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

 

Peter Stöger (Trainer FK Austria Wien):

…nach dem Spiel: „Wir haben es sehr, sehr gut gemacht, aber auch gute Antworten auf die Stärken der Wolfsberger gehabt. Wir haben zu den richtigen Zeitpunkten die Tore geschossen und uns nicht ausgeruht. Wir haben uns weiterentwickelt und müssen es jetzt fertigmachen. Wir müssen konsequent und konzentriert bleiben. Es kann alles passieren. Kurz in Gedanken feiern und dann regenerieren und wieder frisch rauskommen. Wir wissen, dass wir es hinkriegen können, aber es ist noch nichts durch. Es ist immer emotional (mit den Fans). Ich habe bewusst gesagt, ich starte diese Challenge vor zwei Jahren und habe sie bewusst durchgezogen, weil ich es notwendig gefunden habe, es zu machen. Das ist mein Heimatverein, mein Bezirk, mein Klub. Trotzdem ist es an der Zeit für mich was Neues zu machen. Es waren außergewöhnlich anstrengende zwei Jahre, wir haben versucht einiges anzustoßen, wir hoffen, dass einiges im Klub davon angenommen wird, was wir soweit vorbereitet haben. Jetzt muss ich schauen, dass ich wieder eine andere Aufgabe bekomme. In diesem zweiten Jahr, bei all diesen Schwierigkeiten, hat es mir immer Spaß gemacht mit dieser Mannschaft zu arbeiten. (…) Ich freue mich schon, dass man sagen kann, dass sich etliche Spieler extrem weiterentwickelt haben. (…) Es war spannend und ist immer emotional, das ist klar, das war es auch heute.“

 

Alexander Grünwald (FK Austria Wien):

…nach dem Spiel über seine Zukunft: „Ein Meilenstein, den ich erreicht habe, es macht mich sehr stolz bei so einem Klub 300 Pflichtspiele zu absolvieren. Ich hoffe, dass noch ein paar dazukommen. Wir haben schon ein paar Gespräche gehabt und ich habe deponiert, was ich mir vorstellen kann und dann wird man sehen was herauskommt. Ich fühle mich noch konkurrenzfähig, probiere der Mannschaft zu helfen, wenn ich von draußen reinkomme oder in der Kabine. Ich denke, dass ich die eine oder andere Rolle gut ausfüllen könnte. Es macht Spaß mit den Jungs, gute Junge, die von unten heraufkommen, die sich weiterentwickeln wollen. Ich bin in Klagenfurt geboren, habe meine ganze Kindheit dort verbracht. Familie und Freunde sind in Kärnten. Es könnte eine Option sein, ich habe noch keinen Kontakt gehabt, was mein Berater im Hintergrund macht, weiß ich nicht. Ich will mich auf die Austria konzentrieren.“

 

Marco Djuricin (FK Austria Wien):

…nach dem Spiel: „Ich freue mich, dass wir dort angeknüpft haben, wo wir in Hartberg aufgehört haben. Im Endeffekt ist es ein verdientes 3:0, wir waren eindeutig stärker. Jeder weiß, wie schnell es im Fußball geht. Wir haben Tacheles gesprochen nach dem Ried-Spiel, weil das geht gar nicht, das war nicht in Ordnung.“

…über seine Zukunft: „Da müssen sie den Ralf Muhr fragen. Ich will mich nicht dazu äußern. In drei, vier Tagen werden wir sehen, was passiert. Die Fans können sich überraschen lassen. (…) Ich komme aus Wien, habe, seit ich klein bin, hier gespielt, habe nur gute Erinnerungen und bin jetzt wieder hier. Wir wollten die Leute heute mitnehmen, nach der schwierigen Zeit, auch abseits vom Fußball.“

 

Manprit Sarkaria (FK Austria Wien):

…nach dem Spiel: „Wir waren viel energischer, wollten den Sieg mehr, der Wille war da und der hat es ausgemacht. Mit einem Sieg (im letzten Spiel in der Generali-Arena, Anm.) freut es mich umso mehr. Wir dürfen uns nicht zu sicher sein, nicht lockerlassen.“

 

Roman Stary (Trainer RZ Pellets WAC):

…nach dem Spiel: „Es war gleich zu Beginn die 1:0 Führung (für die Austria), wir sind nicht ins Spiel gekommen, haben uns überraschen lassen, nach Seitenwechsel das gleiche Bild wieder. Wir kommen raus und es steht auf einmal 2:0. Man muss der Austria gratulieren und umso mehr unsere Leistung hinterfragen. Wenn wir eine halbe Stunde länger spielen, werden wir auch kein Tor schießen. Und wir müssen fast froh sein, dass es nur 0:3 ausgegangen ist. Wenn man das Spiel heute gesehen hat, dann müsste man sagen es ist entschieden. Ich bin so überzeugt von der Mannschaft und (…) vielleicht gelingt uns noch ein kleines Fußballwunder. Die Offensive war nicht vorhanden, wir haben keine Idee gehabt, dass wir gefährlich vor das gegnerische Tor kommen.“

 

Mario Leitgeb (RZ Pellets WAC):

…nach dem Spiel: „Es war nicht damit zu rechnen, dass wir mit drei Stück nachhause fahren. Unerklärlich. Hinten machen wir Fehler wie im Kindergarten. Im letzten Drittel haben wir keine Chance zusammengebracht. Das dritte Tor ist bezeichnend für unseren Tag. Es war nicht unser Tag. Wir haben uns sicher noch nicht aufgegeben. Wir haben nicht mehr so viele Trümpfe in der Hand, Trumpf Bub und König.“

 

Michael Liendl (RZ Pellets WAC):

…nach dem Spiel: „Schwierig zu erklären, weil wir uns viel vorgenommen haben. Dann gehst du mit einem 1:0-Rückstand ins Spiel, dann nach der Halbzeit mit 2:0. Wenn du international spielen willst, dann kannst du nicht so verteidigen. Heute war es nur ein gefälliges Spiel von uns, uns hat vorne die Durchschlagskraft gefehlt und hinten die Konsequenz. Wir haben nochmal 90 Minuten vor der Brust, wir haben schon gezeigt, dass wir viele Tore schießen können, aber auch einige bekommen können. Nochmal versuchen was geht und das Herz in die Hand nehmen.“

 

Alfred Tatar (Sky Experte):

…über das mögliche Trainer-Engagement von Manfred Schmid bei der Austria: „Es ist eine sehr interessante Entscheidung. Er hat eine Austria-Vergangenheit und es ist endlich Zeit, dass er ans Ruder kommt. Eine interessante Entscheidung, vielleicht im Duo mit Manuel Ortlechner. Es wäre ein neuer, völlig frischer Wind.“

…über das Spiel und Marco Djuricin: „So wie die Austria in Hartberg aufgetreten ist und heute aufgetreten ist, so ist man auch für ein Tor gut in Wolfsberg und dann müsste der WAC fünf erzielen. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Marco Djuricin ist ein Stürmer, der mit dem Rücken zum Tor auch spielen kann, er ist einer, der sich aktiv in das Spiel einbindet, Doppelpässe, Bälle prallen lässt. Ein spielerischer Mittelstürmer. Kompliment für seine Leistung. Eine Leistung des WAC, die wir so nicht gewohnt sind. Bei 0:3 brauchst du im eigenen Stadion einen ähnlichen Start wie die Austria heute.“