Pit Stahl: “Wir haben in der Liga eine Zwei- oder Dreiklassengesellschaft”

via Sky Sport Austria
  • Davor Lamesic: “Wir wollen uns nach oben orientieren”
  • Thomas Csebits: “Für solche Spiele spielen wir Basketball”
  • Markus Pargfrieder: “Beide Mannschaften hätten sich den Sieg verdient”

Die Fürstenfeld Panthers verlieren 75:77 gegen den WBC Wels. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

 

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…über das Spiel: „Es war ein ganz knappes Spiel und am Ende hat sich leider Wels durchgesetzt. Ich war absolut davon überzeugt, dass mein letzter Wurf reingehen wird, es ist natürlich schade, dass er nicht reingegangen ist. Wir hatten viele Chancen dieses Spiel auch früher zu entscheiden, die Defense war am Ende ganz gut, aber wir waren einfach zu hektisch und hatten Probleme in der Offensive einen Rhythmus zu finden.“

 

(Trainer ):

…über die mögliche Rückkehr von David Jandl: „Ich bin erstmal froh, dass er uns im Training unterstützt, wir haben einen sehr kleinen Kader. Ob dann mehr passiert in Zukunft, ist im Moment noch offen. Natürlich ist es angenehm ihn dabeizuhaben, er kennt die ganze Bande, er war schon mal hier in Fürstenfeld, er kommt aus der Gegend. Ich kenne ihn seit 14 Jahren, ich bin froh über jeden, der uns hier unterstützt.“

…über das Spiel: „Wir hatten genügend Chancen um zu gewinnen, die Leistung war völlig in Ordnung, wir konnten den Sack nur nicht zumachen.“

…über das technische Foul gegen Car: „Wenn die Schiedsrichter einen Spieler ermahnen wegen Flopping, dann ist das völlig in Ordnung, wenn Flopping passiert, dann muss es bestraft werden, aber natürlich auf beiden Seiten. Wenn ich ein Spiel um zwei Punkte dadurch verliere, dass ich nicht zwei Freiwürfe und wohlmöglich noch Ballbesitz bekomme, sondern der Gegner, dann ist die Enttäuschung natürlich noch größer.“

…über die Verletzung von Sarlija: „Jedem ist bekannt, dass wir in der Liga eine Zwei- oder Dreiklassengesellschaft haben, einfach aufgrund der verschiedenen Regeln für verschiedenen Mannschaft. Wir sind unten angesiedelt, wir dürfen nur drei Ausländer haben. Wir haben ein grandioses Spiel gemacht, hatten Wels am Rande einer Niederlage und dann verletzt sich ein Ausländer, das kann man nicht mehr auffangen. Und ich hoffe, dass die Verantwortlichen sich auch im Klaren sind, dass wir nicht mehr von „Achtung Hochspannung“ reden müssen, wenn Vereine nur zwei Ausländer haben dürfen, dann wird es „Achtung Langeweile“ und das wäre kontraproduktiv für unseren Sport. Wir müssen mal abwarten, wie schlimm es wirklich ist, aber es sieht nicht gut aus. Wir haben so einen dünnen Kader, dass jede Verletzung uns wahnsinnig wehtut, das ist jetzt bitter, aber ich hoffe, dass wir das wieder hinkriegen.“

 

(Präsident ):

…über die bisherige Saison: „Die Mannschaft spielt wirklich mit Herz, ich bin sehr zufrieden. Wir spielen nur mit drei Ausländern, aber die Österreicher bemühen sich alle sehr, Pit macht einen guten Job. Heuer ist alles möglich, jeder kann jeden schlagen.“

…über mögliche Neuverpflungen: „Jandl ist immer eine Option, er war schon mal bei uns, wir kennen ihn. Aber wir haben noch eine Option, wir haben auch mit Christoph Nagler gesprochen und werden mit ihm sprechen, wir werden uns sicher auf der einen oder anderen Position noch verstärken mit Österreichern. Jandl hat sich bereit erklärt, dass er einspringen kann und hat ein paar Mal mittrainiert, er ist für uns immer ein Thema. Mit Nagler werden wir zu Weihnachten Gespräche führen, es wäre schön, wenn wir ihn wieder zurückhaben könnten.“

…über die Lizenzierung: „Das wird für uns kein Problem sein.“

 

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…über das Spiel: „Es war ein sehr intensives Spiel. Wir haben sehr viele Offensivrebounds zugelassen, wenn wir das halbwegs im Griff gehabt hätten, dann hätten wir auch höher gewinnen können. Wir hatten heute ein paar tolle Einzelaktionen, wie von Csebits, und das hat uns heute sicher auch den Sieg gebracht.“

…über die Tabellensituation: „Unsere letzten Spiele waren nicht die besten, aber jetzt haben wir doch wieder zwei in Folge gewonnen und das tut uns ganz gut. Wir wollen uns nach oben orientieren, deswegen war der Sieg verdammt wichtig für uns.“

 

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…über seine Leistung: „Wir haben gewusst, dass wir in der zweiten Halbzeit Tempo machen müssen, das habe ich probiert und den Korb attackiert, das ist aufgegangen und freut mich umso mehr.“

…über das Spiel: „Es war ein sehr emotionales und intensives Spiel, aber jeder hat die Nerven behalten. Es taugt mir voll, dass die ganze Mannschaft zusammengehalten hat, cool geblieben ist und für solche Spiele spielen wir alle Basketball.“

 

(Trainer ):

…über das Spiel: „Wir haben super gekämpft am Ende um die Rebounds, wir haben nicht so clever gespielt. Aber wir haben das Spiel nach Hause gebracht und das zählt am meisten. Teilweise haben wir den Ball gut nach innen gebracht, teilweise war das sehr schlecht. Wir haben super Innenspieler, wir müssen den Ball nach innen bringen, aber dann auch wieder nach außen. Wir hatten ein bisschen Glück, Fürstenfeld ist eine gute Dreiermannschaft und am Ende haben sie einige freie Dreier nicht getroffen. Aber das ist Basketball, man muss die wichtigen Würfe treffen, das haben wir gemacht und das war der Schlüssel.“

…über die Tabellensituation: „Ich will im oberen Teil der Tabelle bleiben, das war ein sehr wichtiges Spiel. Jetzt haben wir zwei Spiele Abstand zum vierten Platz. Wir versuchen in den nächsten Wochen alle Spieler fit zu bekommen und dann schauen wir mal, ob wir einen Lauf starten können.“

 

(Sky Experte):

…über eine mögliche Rückkehr von Jandl zu Fürstenfeld: „Sie können ihn wirklich gut brauchen. Er ist ein irrsinnig routinierter österreichischer Spieler, mit Jakob Ernst haben sie einen sehr jungen Spieler, der viel von ihm lernen kann, allein schon im Training. Auch für das Spiel wäre er durchaus gut, verteidigen kann er auf jeden Fall noch, da könnte Fürstenfeld noch Hilfe brauchen, und ein zusätzlicher Rotationsspieler würde auch dazu führen, dass alle mehr Energie in der Defensive investieren können.“

…über Nagler: „Er war einer, wenn nicht der beste Werfer der Liga, sein Talent wurde in Wien gut versteckt. Aber es gibt gewisse Dinge, die man nicht mehr verlernt, ein routinierter Spieler, der nur am Feld steht und keine Fehler macht, ist schon mal etwas wert und kann dieser Fürstenfelder Mannschaft wirklich helfen, weil die Personaldecke spürbar dünn ist.“

…über das Spiel: „Beide Mannschaften hätten sich den Sieg verdient, aber beide Mannschaften haben sich in den letzten fünf Minuten auch erfolgreich gegen den Sieg gewehrt. Am Schluss hat sich dann Wels klarerweise an der Freiwurflinie durchgesetzt, weil die letzten 15 Versuche aus dem Feld waren eher erfolglos von beiden Mannschaften.“

…über die Schlussphase: „Auf Seiten der Fürstenfelder hat man sich viele total freie Dreier herausgearbeitet und dann haben sie auch ein paar einfachere Sachen vergeben, vielleicht waren sie müde, vielleicht waren sie zu aufgeregt. Auf Seiten der Welser waren es nicht nur Dreier, da wurden auch viele einfache Würfe vergeben, die man auch machen kann.“

…über Wels: „So ein Spiel wie heute hilft einer Mannschaft irrsinnig. Man macht viele Sachen nicht so gut, gewinnt aber trotzdem und das sind die Spiele, in denen man am meisten lernt und es in der Tabelle sogar positive Auswirkungen hat. Diese Mannschaft braucht einfach noch genau solche Spiele, in denen unter Druck die richtigen Entscheidungen getroffen werden müssen, das muss man als Kollektiv einfach lernen.“

…über Player of the Game Csebits: „Zur Halbzeit hatte er zwei Punkte und war eigentlich gar kein Faktor im Spiel, aber in der zweiten Hälfte hat er wirklich aufgedreht. Er hat den Ball sehr gut verteilt, offensiv war er einfach ein stetiger Motor. Er war von außen erfolgreich und er hat immer wieder den Korb attackiert. Er war der Faktor, den Wels heute gebraucht hat.“