Podium verpasst – Feller: „Ein Schlag ins Gesicht“

Der Deutsche Linus Straßer hat in Kitzbühel den Slalom gewonnen. Manuel Feller, der zuvor in Adelboden und Wengen gewonnen hatte, musste sich mit Rang vier begnügen. Das schmeckte dem Tiroler überhaupt nicht.

„Es war ein kleiner Schlag ins Gesicht“, sagte Feller. „Wie ich über die Ziellinie gefahren bin und den Rückstand gesehen habe, habe ich gewusst, das wird sich wahrscheinlich nicht ausgehen, wenn keiner einen Blödsinn baut.“ Er würde „jeden einzelnen Sieg für einen Sieg hier eintauschen. Aber so ist der Sport„, meinte er.

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„Es war brutal knackig heute. Du musst vom Schädel extrem stark sein, dass du die Schwünge voll auf Zug ziehst, weil du nicht weißt, was passiert. Ich habe mir es bei gewissen Schwüngen nicht so zugetraut, Tempo zu machen. Dann kassierst du gleich.“ Im Slalom-Weltcup behielt er das Rote Trikot des Führenden, Straßer ist mit 187 Punkten weniger Zweiter.

Straßer: Kitzbühel-Sieg „sehr emotional“

Für den Deutschen, der in jungen Jahren in Kitzbühel vom heutigen Hahnenkamm-Rennleiter Mario Mittermayer-Weinhandl trainiert und gefördert wurde, war es der vierte Weltcup-Sieg. „Gestern bei der Startnummernauslosung habe ich gesagt, es ist die Mission Gams“, verriet der 31-jährige Straßer. „Ich habe hier Skifahren gelernt, habe hier mein erstes Rennen gehabt. Mein erster Skiclub war der KSC (Kitzbüheler Ski Club/Anm.). Ich fühle mich sehr, sehr verbunden und verspüre auch sehr viel Dankbarkeit an dem Ort. Jetzt hat sich der Kreis der Geschichte geschlossen, es ist sehr emotional.“

Die besondere Verbundenheit Straßers zu Kitzbühel sprach auch Feller an, der selbst aus Fieberbrunn stammt, das keine 15 Kilometer Luftlinie vom Ganslern entfernt ist. „Es ist für ihn auch so etwas wie ein Heimrennen. Er wohnt in der Nähe, wir sind früher auf der Streif unten als kleine Buben Skirennen gegeneinander gefahren.“

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Bei den 84. Hahnenkammrennen, die laut den Organisatoren rund 90.000 Zuschauer und Zuschauerinnen vor Ort anlockten, kam bei drei Gelegenheiten kein Österreicher auf das Podium. „Natürlich sind wir nicht zufrieden. Gestern Vierter, heute Vierter“, sagte ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer. „Heute waren sicher sehr spezielle Verhältnisse, nicht leicht zum Fahren. Manu hat sicher alles probiert.“ Es sei „kein Wunschkonzert“, der Blick gehe schon Richtung Schladming, wo am Dienstag und Mittwoch zuerst ein Flutlicht-Riesentorlauf, dann das Slalom-Nightrace stattfinden.

(APA/Red.)

Bild: GEPA