VIENNA,AUSTRIA,30.MAR.21- ICE HOCKEY - Ice Hockey League, play off, semifinal, EV Vienna Capitals vs HC Bozen. Image shows Rafael Rotter (Capitals) and Michael Halmo (Bozen). Photo: GEPA pictures/ Mario Kneisl

Rafael Rotter: „Ich glaube, dass mein Fehler ein bisschen ein ‚turnaround‘ war“

via Sky Sport Austria
  • Gleason Fournier: „Es war eine Achterbahnfahrt“
  • Gary Venner über den Fehler von Rafael Rotter: „Es war die Wende im Spiel, die Phase, wo sie Bozen erlaubt haben, wieder ins Spiel zu kommen“
  • Dominic Hackl nach dem ersten Drittel: „Es ist cool, wenn es intensiv ist, es ist gut für die Zuschauer und macht auch uns Spaß“
  • Gary Venner über den Finaleinzug des KAC: „Der KAC ist Harmonie, ihr Gegner im Finale kann sich anschnallen“

 

Der HCB Südtirol Alperia gewinnt Spiel 5 der Halbfinal-Serie gegen die spusu Vienna Capitals mit 4:2 und führt in der Best-of-7-Serie mit 3:2. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

HCB Südtirol Alperia – spusu Vienna Capitals, 4:2 (0:1, 2:1, 2:0)

 

Gleason Fournier (HCB Südtirol Alperia):

…nach dem Spiel: „Sie sind ein sehr gutes Team, es wird eng bleiben. Es war eine Achterbahnfahrt, als wir das Momentum bekommen haben, konnten wir ein gutes Spiel hinlegen. Das ‚Penalty-Killing‘ war ein wichtiger Moment, die vier Minuten zu überstehen war eine tolle Arbeit der Jungs im ‚PK‘. Wir haben gleich (zum 2:2, Anm.) ausgeglichen, das war wichtig. Im dritten Drittel haben wir ein solides Spiel gezeigt.“

 

Anton Bernard (HCB Südtirol Alperia):

…nach dem zweiten Drittel: „Wir haben zu viele Strafen, sollten ans erste Drittel anschließen, das war relativ gut, wir waren die tonangebende Mannschaft. Im zweiten Drittel sind wir durch die Strafen aus dem Rhythmus gekommen und jetzt haben wir mit dem 2:2 eine gute Ausgangsposition für das dritte Drittel. Im dritten Drittel werden wir richtig Gas geben, um das Spiel zu gewinnen.“

 

Anthony Bardaro (HCB Südtirol Alperia):

…vor dem Spiel: „Wir sind aufgeregt, alle sind gut drauf, wir haben ein Heimspiel. Die Intensität ist, warum wir spielen, wir versuchen die Zweikämpfe zu gewinnen. Es ist jetzt Best-of-3 und wir schauen nur auf uns und wollen uns das Spiele heute holen. Die langen Busfahrten sind für beide Teams schwierig. Das Team, das damit besser zurechtkommt, wird als Sieger rauskommen. Das Team, das die vollen 60 Minuten am härtesten spielen kann, wird gewinnen.“

 

Rafael Rotter (spusu Vienna Capitals):

…nach dem Spiel: „Ich glaube, dass mein Fehler ein bisschen ein ‚turnaround‘ war. Es kann passieren, sollte nicht. Da haben wir dann ein bisschen den Schwung verloren und ihnen den Vorteil gegeben. Uns hat der Schwung gefehlt das restliche Spiel. Man muss versuchen das abzuhaken, ich hätte noch gern gespielt. So ein Fehler sollte nicht passieren, ich versuche das in Wien besser zu machen und wir müssen gewinnen. Wir fühlen uns (körperlich) super, haben genug Kraft, im Fünf-gegen-Fünf dominieren wir über die meiste Spielzeit, aber, wenn man die Partie verliert, spielt es keine Rolle. Hoffentlich wird Ali Wukovits gut genesen. Fischer kriegt fünf Minuten plus zwei Spiele Sperre und das heute ist zwei plus zwei. Ali ist verletzt und kommt wahrscheinlich gar nicht mehr zurück, da kann man sich auch Gedanken machen über den ‚call‘.“

 

Dominic Hackl (spusu Vienna Capitals):

…nach dem ersten Drittel: „Das Momentum liegt auf unserer Seite, wir müssen schauen, dass wir gut ins zweite Drittel starten. Wir müssen Fünf-gegen-Fünf spielen und nicht so viele Strafen nehmen, dann wird das Beste rausschauen. Es ist cool, wenn es intensiv ist. Ich glaube, dass es beiden Mannschaften taugt und es ist gut für die Zuschauer und macht auch uns Spaß.“

 

Ty Loney (spusu Vienna Capitals):

…vor dem Spiel: „Es war ein großartiges Spiel, wir können das Momentum heute hoffentlich mitnehmen. Diszipliniert, hart spielen und die Pucks zum Tor bringen. Du kommst jetzt in jedes Spiel als wäre es das letzte der Saison.“

 

Gary Venner (Sky Experte):

…vor dem Spiel: „Die Unermüdlichkeit der Caps, sie machen Druck und werden nicht müde. Für mich sind sie die bessere Mannschaft, wir werden sehen, ob die Kraft heute auch noch da ist. In Bozen, wenn die Hütte voll ist, ist es sensationell, ohne die Zuschauer haben sie diesen Vorteil nicht, in der ‚regular season‘ haben sie auch mehr Auswärtssiege als Heimsiege.“

…nach dem ersten Drittel: „Diese Härte, ‚old time hockey‘ wird heute von Bozen eingesetzt. Sie haben besseres Eishockey gespielt, weil sie die Checks zu Ende gefahren sind. Sie wissen jetzt ganz genau, wenn Bozen heute nicht in der eigenen Halle gewinnt, dann wird es schwierig werden. Die Spieler sind gefordert heute härter zu spielen und alles zu geben. Für mich waren sie die härtere und bestimmende Mannschaft. Ich glaube, wir werden das gleiche Spiel wie im ersten Drittel sehen.“

…nach dem zweiten Drittel: „Auf Messers Schneide, es ist total eng. In einer Phase, wo die Caps schon so stark gespielt haben und dann die Caps mit einem Ostergeschenk (vor dem 2:2, Anm.). Das Spiel bietet wirklich alles. Halmo ist ein Riesenbär, er hat sich aber nichts anderes vorgenommen als Ali Wukovits wegzuräumen. Ein Wahnsinn, wenn es eine Verletzung wäre, die die Serie für ihn beendet oder die ganze Saison. Auf der blauen Linie keine Querpässe, das wird Rafael Rotter ärgern. Das muss er abschütteln, ich fühle mit ihm, er hat schon so viel gemacht für die Mannschaft, er ist ein Typ, der zurückfighten kann und vielleicht macht er das Entscheidende im dritten Drittel. Die Caps haben es wieder beherrscht, die ‚time on attack‘ war extrem, sie müssen es in Tore ummünzen, denn Bozen wartet auf Kontermöglichkeiten, sie haben gute Goalgetter in ihren Reihen.“

…nach dem dritten Drittel: „Es war die Wende im Spiel (der Fehler von Rotter und das daraus resultierende 2:2 für Bozen, Anm.), die Phase, wo sie Bozen erlaubt haben wieder ins Spiel zu kommen. Die Caps haben die Oberhand gehabt, das war dann weg. Starkbaum ist (beim ‚game-winning-goal‘) chancenlos, er sieht gar nichts. Bozen hat die Erfahrung, es muss hier keine Rakete sein, einfach irgendwas und wenn der Tormann nichts sieht, ist der Goalie chancenlos. Die Capitals waren ein bisschen gebrochen mental und gegen Schluss war der Tank ein bisschen leer. Offensiv haben sie nicht mehr den Druck aufziehen können. Coach Cameron muss jetzt ein Psychologe sein.“

…über den Finaleinzug des KAC gegen Salzburg: „Salzburg hat die Teamleistung gefehlt, diese Einheit, der Zusammenhalt hat heuer gefehlt. Der war nicht wirklich da. Es war nicht ihre Saison. Der KAC ist Harmonie. Die Klagenfurter haben nicht nur im Playoff gut gespielt, sie waren auch in der ‚regular season‘ Top. Ihr Gegner im Finale kann sich anschnallen.“