Rangnick lobt Teamplayer Alaba: „Mir fallen nicht viele ein, die so etwas gemacht hätten“
ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick, ein Freund klarer Regeln und von Disziplin, liegt der Umgang mit den Spielern nach eigenen Angaben besonders am Herzen. „Die Kunst besteht darin, mit den Spielern in Kontakt zu bleiben, obwohl du sie nur alle drei, vier Monate siehst.“ Ein Vorbild für ihn sei in dieser Hinsicht Liverpool-Coach Jürgen Klopp, der einst meinte, es gebe Trainer, die Titel sammeln würden, er versuche aber Beziehungen zu sammeln. „Du musst die Spieler einbinden, sie müssen Gefühl haben, dass sie wertgeschätzt werden“, so Rangnick bei der Tagung der Sportjournalistenvereinigung SMA.
Geld sei in dieser Hinsicht keine Motivation. „Fragen Sie die absoluten Topspieler. Der eigentliche Motivator ist, Erfolg zu haben, besser zu werden und sich jeden Tag auf ein höheres Niveau zu begeben. Wenn die Spieler das Gefühl haben, der Chef macht mich besser, der bringt diese Mannschaft nach vorne, dann sind die Spieler hoch motiviert“, erklärte der Deutsche. „Wenn du dann noch ein bisschen Empathie hast und der Spieler sieht ‚Der interessiert sich für mich, der ruft zu meinem Geburtstag tatsächlich an und spricht mit mir eine Viertelstunde.‘ Dann sind sie auch bereit, für die Mannschaft und für das Land durchs Feuer zu gehen.“
Teamplayer sind für Rangnick wichtig, als Vorbild nannte er ÖFB-Kapitän David Alaba. „Wir haben das letzte Spiel in der Nations League in Dänemark (0:2 am 13. Juni 2022, Anm.) gespielt und David war verletzt. Es war klar, der kann nicht spielen. Für mich war klar, David fliegt nicht mit nach Kopenhagen.“ Der Real-Madrid-Star habe aber gesagt, er wäre gerne dabei, auch als Signal für die Mannschaft. „Dann ist David mitgeflogen und hat als eine Art zusätzlicher Co-Trainer mitgewirkt. Wenn ich mir überlege, wie viele so etwas gemacht hätten, da fallen mir nicht viele ein. Solche Spieler brauchst du.“
(APA)
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