Rapid geht mit mentalem Vorteil ins Derby
Das Derby am 6. August im Allianz Stadion wird noch einigen in Erinnerung sein. Der SK Rapid Wien führt gegen die Wiener Austria schon mit 2:0, die Veilchen drehen am Schluss auf und holen noch ein Unentschieden, das sich mehr wie ein Sieg anfühlt. Dazu noch die Geschichte mit Steffen Hofmann und dem Ordner beim Eckball von Raphael Holzhauser. Die Zeichen sind damals jedoch anders gestanden – Rapid hat sich nach einer schwachen Saison 2016/17 schon wieder in der Krise befunden, die Austria im Aufwind:
„Deswegen ist mir jetzt egal, wie drauf die Austria ist. Andererseits wollte man uns vor Wochen, weil wir den ein oder anderen Sieg nicht eingefahren haben, eine Krise einreden. Jetzt hat halt Austria die Krise. Das Selbstvertrauen ist natürlich nicht da. Verunsicherung sieht man bei jedem zweiten Pass“, so Goran Djuricin über die Ausgangslage vor dem 323. Wiener Derby. Thorsten Fink antwortet auf den Sieg der Hütteldorfer beim SKN St. Pölten mit einer Prise Sarkasmus: „Sie haben ein Spiel gewonnen 1:0 ganz klar gegen St. Pölten – habe ich gesehen.“
Für die Austria ist die letzte Woche eine zum Vergessen gewesen: Erst die 0:3-Niederlage bei Tabellenführer Sturm Graz, am Donnerstag dann die Heimniederlage gegen HNK Rijeka und Alexander Gorgon (1:3). Dazu kommt noch die schier endlos scheinende Verletztenliste. Fink fehlen einige Stammkräfte – wenn die jedoch wieder fit sind, sieht der Deutsche weniger Chancen für den Gegner: „Sollen sich beeilen die Mannschaften, dass sie uns jetzt schlagen, weil so lange geht’s nicht mehr – vielleicht schon am Sonntag nicht mehr.“