Rassismus-Vorwürfe nach Ligaspiel in der Türkei
Beim Spiel zwischen Bursaspor und Amedspor in der zweiten türkischen Fußball-Liga ist es zu chaotischen Szenen gekommen – der Vorstand des Clubs aus der Kurdenmetropole Diyarbakir sprach am Montag von Rassismus gegen Spieler. Fans des Gastgebers Bursaspor hätten die Fußballer beim Spiel am Sonntag verbal und physisch angegriffen, erklärte die Clubleitung. Amedspor sei schon seit vielen Jahren mit Rassismus und Diskriminierung konfrontiert.
Auf Bildern war zu sehen, wie Amedspor-Torhüter Cantug Temel am Sonntag zu Boden ging, nachdem er offenbar von einem Gegenstand getroffen worden war. Spieler gingen aufeinander los, die Polizei versuchte, sich mit Schilden vor herabregnenden Gegenständen zu schützen. Das Spiel wurde trotz der chaotischen Szenen nicht abgebrochen und endete 2:1 für Bursaspor. Schon vor dem Spiel beklagte Amedspor rassistische Anfeindungen vor dem Hotel der Spieler in Bursa.
Bursaspor teilte ein Video auf Twitter, das Ausschreitungen während eines Spiels der beiden Mannschaften im September in Diyarbakir zeigt. Man hätte sich damals dieselbe Sensibilität gewünscht, hieß es. Innenminister Süleyman Soylu erklärte, Ermittlungen seien eingeleitet und verantwortliche Diensthabende suspendiert worden.
(APA) / Bild: Imago
