Regelrevolution in der Formel 1: Hamilton sieht „massive Herausforderung“

Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat angesichts der Regelrevolution in der Formel 1 von einer „massiven Herausforderung“ gesprochen, die in der neuen Saison auf die Fahrer zukommen wird.

Der 41-Jährige hofft mit Ferrari auf ein besseres Jahr als 2025, als er erstmals in seiner Karriere ohne Podestplatz geblieben war. Die ersten Runden in seinem neuen Auto, dem mit starken weißen Akzenten ausgestatteten SF-26, drehte der Brite am Freitag auf der Ferrari-Teststrecke in Fiorano.

Hamilton absolvierte genau die erlaubten 15 km, ehe er sein neues Arbeitsgerät mitten auf der Strecke abstellte. Technische Probleme wies sein Team danach zurück. Man wollte offenbar wirklich nur alle Testmöglichkeiten ausschöpfen. „Es ist die größte Regeländerung, die unser Sport jemals gesehen hat, zumindest in meiner Zeit“, meinte Hamilton, der seit 2007 in der Königsklasse fährt. „Jeder beginnt bei null, das bringt das Feld wirklich auf dasselbe Level.“

Fahrer spielt große Rolle

Die Reform bringt völlig neue Motoren und auch entsprechend angepasste Chassis. Die Autos sind deutlich leichter und kleiner als im Vorjahr. Die neu ausschließlich mit synthetischem Kraftstoff angetriebenen Hybridtriebwerke generieren fast 50 Prozent ihrer Leistung aus der Batterie. Die Überholhilfe DRS hat in ihrer bisherigen Form ausgedient. An ihre Stelle tritt der „Overtake Mode“, in dem Piloten, die weniger als eine Sekunde hinter dem Vordermann liegen, per Knopfdruck kurzfristig mehr elektrische Leistung abrufen können.

Routinier Hamilton, in seinem ersten Ferrari-Jahr als WM-Sechster deutlich hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc, hofft auf schnelle Weiterentwicklung und neue Ideen beim Traditionsteam, sieht in der Phase völligen Neulandes aber auch die Piloten als Schlüssel zum Erfolg. „Es ist eine Phase, in der du lernen musst, der effizienteste Fahrer zu sein, der du jemals warst“, erklärte der Engländer. „Man muss alle Fähigkeiten nützen, die man hat – Sprit sparen, die Batterie aufladen, sie nutzen, den Grip nutzen. Und all das muss man in Einklang bringen.“

Testwoche in Barcelona

Konkurrent Alpine stellte seine neue Lackierung mit weiterhin prominent vertretenem BWT-Logo auf einem Kreuzfahrtschiff vor der katalanischen Küste vor. Die meisten Teams gehen nächste Woche in Montmelo bei Barcelona unter Ausschluss der Öffentlichkeit erstmals gemeinsam auf die Strecke. Je drei Testtage sind von Montag bis Freitag erlaubt. Danach wird auch noch in der Wüste von Sakhir in Bahrain getestet – von 11. bis 13. sowie von 18. bis 20. Februar. Der erste Grand Prix des neuen Jahres steigt am 8. März in Melbourne.

Werbung

(APA) / Bild: Imago