HANOVER, GERMANY - NOVEMBER 24:  Edgar Prib of Hannover 96 in action during the Bundesliga match between Hannover 96 and VfB Stuttgart at HDI-Arena on November 24, 2017 in Hanover, Germany.  (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Remis in Hannover: Stuttgart bricht endlich den Auswärtsfluch

via Sky Sport Austria

Hannover (SID) – Sieg verspielt, aber den Auswärtsfluch gebrochen: Im siebten Auswärtsspiel der Saison hat der VfB Stuttgart endlich seinen ersten Punkt geholt. Zum Auftakt des 13. Spieltages erkämpfte sich das Team von Hannes Wolf ein 1:1 (1:0) beim lange unglücklichen Mitaufsteiger Hannover 96.

Takuma Asano (24.) brachte die Gäste nach einem fatalen Patzer von 96-Keeper Philipp Tschauner zunächst in Führung. Der eingewechselte Niclas Füllkrug traf per Foulelfmeter (76.) für die Niedersachsen, bei denen das Interesse des 1. FC Köln an Sportchef Horst Heldt für ordentlich Wirbel sorgt. Der 47-Jährige verweigerte vor der Partie ein Bekenntnis zu 96. “Ich habe keine Lust, darüber zu reden. Es ist viel gesprochen worden”, sagte er bei Eurosport. Klubchef Martin Kind bekräftigte, Heldt nicht ziehen lassen zu wollen.

ÖFB-Legionär Martin Harnik spielte für die 96er die ersten 45 Minuten im Sturmzentrum und kam zu zwei mäßig gefährlichen Torabschlüssen, bevor er zur Halbzeit für Niclas Füllkrug ausgetauscht wurde. Sein Versuch aus spitzem Winkel nach sieben Minuten stellte keine Herausforderung für VfB-Keeper Zieler dar, nach 33 Minuten verfehlte er mit einem Kopfball das Tor.

Hannover verpasste die Chance, mit einem Sieg auf einen Champions-League-Platz zu klettern und bleibt Achter in der Tabelle. Die ehemaligen “Auswärtsdeppen” aus Stuttgart verbesserten sich immerhin für eine Nacht auf Rang zehn.

Auf dem Platz machte sich bei Hannover das Fehlen des verletzten 9-Millionen-Mannes Jonathas als Anspielstation im Sturmzentrum durchaus bemerkbar, dennoch versuchten die Hausherren über die schnellen Außen Ihlas Bebou und Felix Klaus von Beginn an Druck aufzubauen. Der Ex-Stuttgarter Martin Harnik hatte dann auch schon nach sieben Minuten die erste Gelegenheit, doch sein Versuch aus fünf Metern blieb zu unpräzise.

Der VfB musste auf sein verletztes Offensiv-Duo Chadrac Akolo und Daniel Ginczek verzichten, versteckte sich in der Arena am Maschsee aber keinesfalls. Und so sahen die 43.500 Zuschauer eine recht unterhaltsame Partie. Gegen Hannovers aufmerksamen Abwehrchef Salif Sane hatten Takuma Asano und Co. aber lange einen schweren Stand.

Wie aus dem Nichts fiel dann allerdings doch der Gegentreffer: Tschauner, der vergangene Woche krank ausgefallen war, ließ einen eigentlich harmlosen Distanzschuss von Christian Gentner nur nach vorne abprallen. Und Asano schob ohne Mühe ein.

Hannover zeigte sich von dem Rückschlag aber nicht geschockt, das Team reagierte mit wütenden Angriffen. Innerhalb von wenigen Sekunden hatten Klaus (36.) mit einem Freistoß und dann Waldemar Anton sowie Oliver Sorg (37.) aus kurzer Distanz gute Möglichkeiten. Der starke Sane traf aus 16 Metern nur den Pfosten (62.), Ron-Robert Zieler wäre bei diesem Schuss machtlos gewesen.

Aufgrund der verstärkten Offensivbemühungen der 96er hatte Stuttgart auf der Gegenseite aber auch immer wieder viel Raum für gefährliche Konter. 14 Minuten vor Spielende wurden die Bemühungen der Gastgeber doch noch belohnt. Benjamin Pavard brachte im Strafraum Matthias Ostrzolek zu Fall, den fälligen Elfmeter verwandelte Füllkrug sicher.

Bei Hannover überzeugten Sane und Klaus, Stuttgart hatte seine Besten in Holger Badstuber und Christian Gentner.

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