Rodionov bei French Open früh gescheitert
Jurij Rodionov ist am Pfingstmontag bei den mit 61,72 Mio. Euro dotierten French Open in der ersten Runde ausgeschieden.
Der 27-jährige Niederösterreicher unterlag dem favorisierten, als Nummer 22 gesetzten Franzosen Arthur Rinderknech vor knapp 10.000 Fans nach 2:26 Stunden 6:7(5),2:6,3:6.
„Vieles am ersten Satz gelegen“
Rodionov war nach seinem Aus enttäuscht. Bei teilweise großartiger Atmosphäre auf dem Court Suzanne Lenglen war es für ihn auch eine Art Auswärts-Davis-Cup-Match. „Vieles ist am ersten Satz gelegen. Wenn ich den ersten gewinne, dann ist es für Rinderknech nicht einfach. Ich fand, dass ich im ersten Satz der bessere Spieler war. Ich hab meine Chancen, die ich hatte, einfach nicht genutzt“, erklärte der 27-Jährige. „Bei ‚best of five‘ und über 30 Grad macht das einen Riesenunterschied, weil das mental nicht einfach ist, wenn man nach dem vergebenen Satz weiß, jetzt muss ich nochmal drei Sätze investieren.“
Rodionov, der in Paris von Touringcoach Alexander Peya begleitet wurde, hätte im ersten Satz alle Möglichkeiten gehabt. In diesem war kein Unterschied zwischen der Nummer 158 und der Nummer 25 im ATP-Ranking zu bemerken. Rodionov gelang zum 2:1 das erste Break des Spiels, er gab sein Service aber postwendend wieder ab. Danach ließ Österreichs Nummer 3 beim Stand von 4:4 gleich drei Breakchancen ungenutzt und wehrte bei 5:6 dann selbst gleich vier Satzbälle ab. Im Tiebreak führte er schon 3:1, ein schlampiger Vorhandfehler und bei 5:5 zum ungünstigsten Zeitpunkt ein Doppelfehler besiegelten aber nach 71 Minuten Kampf den Satzverlust.
Danach war es für Rodionov gegen den erfahreneren 30-jährigen Lokalmatador, der das Publikum im Rücken hatte, mental nicht mehr möglich, das Match zu drehen. „Ich spiele viermal im Jahr Davis Cup. Es macht trotzdem einen Unterschied, dass ich in Frankreich gegen einen Franzosen spiele. Ich war in den Situationen nicht so oft. Es hat eher an der mentalen Fitness gelegen.“ Für Rodionov sieht der Plan nun wie folgt aus: Ein Sand-Challenger in Bad Rappenau (GER) sowie dann die Rasenturniere in Stuttgart, Birmingham und Qualifikation in Wimbledon. Noch sei aber nicht sicher, ob er nicht eventuell den Sand-Challenger auslässt.
(APA)/Bild: Imago