Rückschlag für WSG-Stadionprojekt
Probleme beim neuen Stadionprojekt der WSG Tirol: Wie die Gemeinde Wattens verkündete, wurde eine Haftungsübernahme von einer Million Euro für den Verein abgelehnt.
Dadurch ist der geplante Beginn der nächsten Bauphase des Gernot Langes Stadions am 28. August vorerst unsicher. Der Umzug der WSG Tirol nach Wattens im Februar 2027 steht auf der Kippe.
Der Klub bezeichnet den Beschluss als „Rückschlag“.
Was ist passiert?
Der Wattener Gemeinderat stimmte am 11. August mit 11 zu 8 Stimmen gegen die Übernahme einer Ausfallhaftung in Höhe von einer Million Euro. Die WSG Tirol braucht diese Besicherung, weil Banken sie als Voraussetzung für die Finanzierung der zweiten Bauphase verlangen. Zwei Sponsoren haben je 100.000 Euro zusätzlich zugesagt, das reicht aber nicht, um die Lücke zu schließen.
Warum wurde abgelehnt?
Die Gemeinde nennt mehrere Gründe: Das nicht kalkulierbare Risiko im Profifußball, die hohe Haftungssumme und eine angespannte Gemeindefinanzlage, u.a. infolge Arbeitsplatzabbau bei Swarovski. Bürgermeister Lukas Schmied betonte, die Gemeinde wolle helfen, könne aber unter den gegebenen Bedingungen nicht haften.
Was ändert sich kurzfristig?
Die erste Bauphase, die etwa Rasenheizung und Neuansaat beinhaltet, läuft weiter und soll fertiggestellt werden. Der geplante Baubeginn der zweiten Phase am 28. August ist derzeit nicht gesichert. In die zweite Bauphase fallen u.a. drei Tribünen, LED-Flutlicht und Beschallung.
Gelingt bis Frühjahr 2027 keine neue Finanzierung, müsste die WSG weiterhin im Tivoli Stadion Innsbruck spielen.
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Wie kann es weitergehen?
Der Verein muss alternative Finanzierungsquellen finden, etwa weitere Sponsoren, Banken, Landesförderungen oder private Investoren. Die Gemeinde und der Verein signalisieren Gesprächsbereitschaft; der bestehende Pachtvertrag bleibt gültig.
Ohne schnelle Einigung bleibt der Zeitplan für die Rückkehr nach Wattens ungewiss.
