Rückspiel-Sieg zu wenig: Sturm verpasst die Champions League

Der SK Sturm Graz verpasst die Ligaphase der Champions-League-Saison 2025/26. Die Grazer verabschieden sich aber immerhin mit einem 2:1-Heimsieg gegen FK Bodö/Glimt aus dem Playoff.

Die Anfangsphase der Partie weckte bei den Grazern Erinnerungen an das Hinspiel: Bodö ging durch eine Kombination in Führung, die Neuzugang Mathias Jörgensen erfolgreich abschloss (15.). Diesmal konnte Sturm dem Rückstand aber trotzen, nach einer halben Stunde erzielte Seedy Jatta per Kopf sein erstens Europacup-Tor zum 1:1-Ausgleich (30.).

Mit zwei Aluminium-Treffern im gesamten Spielverlauf hatte Sturm allerdings auch Pech im Abschluss. In der Schlussphase gelang den Grazern zumindest im Rückspiel die Wende: Tim Oermann stellte mit seinem ersten Tor für die Grazer auf 2:1 (73.). Der Gesamtscore beider Duelle spricht letztendlich mit 6:2 aber klar für Norwegens Champion.

Vor rund 9.000 Zuschauern fixierten die Grazer auch einen für Österreich in der UEFA-Fünfjahreswertung wichtigen Sieg. Unabhängig davon glückte die Generalprobe vor dem Liga-Derby beim GAK am Samstag (LIVE auf Sky Sport Austria!).

Für Österreichs Meister setzt sich der europäische Herbst in der Europa League fort. Bodö/Glimt beendet hingegen Norwegens CL-Durststrecke und steht zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte sowie als erste Mannschaft ihres Landes seit Rosenborg Trondheim in der Saison 2007/08 im Hauptbewerb der Königsklasse. Die Auslosung findet am Freitag (13.00 Uhr) in Monaco statt.

Jauk über Sturm-Kader: „Sind nicht sparsam gewesen“

Drei Änderungen in Startelf

Sturm-Trainer Jürgen Säumel veränderte seine am Wochenende in der Liga spielfrei gewesene Truppe in der Abwehr an zwei Positionen. Arjan Malic agierte rechts anstelle von Max Johnston, dessen Wechsel zum englischen Zweitligisten Derby County unmittelbar bevorsteht. Im Zentrum bekam Emanuel Aiwu gegenüber Oermann den Vorzug, im Angriff ersetzte Jatta den künftig für das kroatische Nationalteam stürmenden Leon Grgic.

Jatta enttäuscht: „Tor bedeutet mir relativ wenig“

Viel Hoffnung auf den Aufstieg hatte es im Grazer Lager schon vor Anpfiff nicht mehr gegeben. Vielleicht hätte sich etwas daran geändert, wenn ein Weitschuss von Tomi Horvat, der knapp drüberging, früh den Weg ins Tor gefunden hätte (7.). Das erste Tor machten aber neuerlich die Norweger und das nach einem ähnlichen Muster wie vergangene Woche. Jens Petter Hauge wurde außerhalb des Strafraums nicht richtig attackiert, sein flacher Lochpass konnte von den Grazern nicht abgefangen werden und der sich freigelaufene Jørgensen traf ins kurze Eck.

Im Gegensatz zum Auftritt am Kunstrasen in Norwegen erfingen sich die Hausherren diesmal und kamen auch zurück ins Spiel. Goalie Nikita Haikin konnte einen Horvat-Schuss noch parieren, war gegen den Abstauber von Jatta per Kopf aber machtlos. Es war der Abschluss einer sehr gelungenen Aktion. Einen Doppelschlag verhinderte die Stange bei einem Kopfball von Jon Gorenc Stankovic nach Böving-Flanke (36.). Ein Horvat-Schuss fiel zu zentral aus (43.), zudem rettete Hakon Evjen vor dem im Strafraum einschussbereiten Böving (45.).

Oermann fixierte Sieg

Nach dem Seitenwechsel tat sich bis zur 68. Minute chancentechnisch wenig. Da scheiterte bei einer Dreifachchance Horvat an Haikin, traf Böving aus spitzem Winkel die Stange und wurde ein Horvat-Nachschuss in den Corner gelenkt. Fünf Minuten später hatte Oermann Glück, dass sein Linksschuss von Villads Nielsen unhaltbar ins eigene Gehäuse abgefälscht wurde. In der Nachspielzeit drückten die Norweger auf den Ausgleich, ließen zwei Topchancen aber ungenützt.

Sturm ist zum fünften Mal in Folge in einem UEFA-Hauptbewerb dabei. Statt des CL-Startgelds von 18,62 Mio. Euro müssen sich die Grazer mit einem finanziellen Trostpflaster für das Out in Form von 4,29 Mio. Euro plus einem Europa-League-Startgeld von 4,31 Mio. begnügen.

Die Tore im Video:

Tor – 0:1 Mathias Jörgensen (15.)

Tor – 1:1 Seedy Jatta (30.)

Tor – 2:1 Tim Oermann (73.)

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(Red./APA.)

Beitragsbild: GEPA.