Russell früh out: Antonelli baut WM-Führung mit Belgien-Triumph aus

Mercedes-Pilot Kimi Antonelli hat den Großen Preis von Belgien gewonnen und seine WM-Führung in der Formel 1 damit wieder ausgebaut.

Der Italiener setzte sich am Sonntag in Spa vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc und Max Verstappen im Red Bull durch.

Antonellis Teamkollege George Russell schied nach einer Kollision aus und verlor damit weiter an Boden auf den 19-Jährigen. Rang zwei im WM-Klassement übernahm wieder Lewis Hamilton (Ferrari), der Vierter wurde. Für Antonelli war es der sechste Grand-Prix-Sieg in dieser Saison und der erste seit Anfang Juni.

Verstappen bremst sich selbst: „Sonst knallt mich noch jemand ab“

Der von Startplatz drei ins Rennen gegangene George Russell hingegen erlebte im zweiten Mercedes einen herben Rückschlag. Der nun WM-Dritte mit einem Rückstand von 50 Zählern wurde in der ersten Runde von Hamilton aus dem Rennen gedreht und verlor damit wieder den Kontakt zu seinem Teamkollegen. Oscar Piastri (McLaren) wurde Fünfter vor Isack Hadjar im zweiten Red Bull, Weltmeister Lando Norris (McLaren) musste sich mit Rang sieben begnügen.

Vor der Sommerpause steht am kommenden Sonntag noch der Große Preis von Ungarn auf dem Hungaroring auf dem Programm. Antonelli wird jedenfalls als Gesamtführender in die fast einmonatige Auszeit gehen.

Leclerc mit Blitzstart, Russell im Kiesbett

In einer turbulenten Startphase, in der es kurz tröpfelte, verteidigte Pole-Setter Antonelli seine Führung gegen den angriffslustigen Verstappen. Leclerc war der Gewinner der ersten Runde, der Monegasse verbesserte sich um zwei Positionen auf Platz zwei. Russell hingegen avancierte zum großen Verlierer, nachdem der Engländer nach einer Berührung mit dem Boliden von Hamilton im Kiesbett landete. Der Rekordweltmeister machte fehlenden Grip auf der Vorderachse für die Kollision verantwortlich, die Stewards brummten Hamilton dennoch eine Fünf-Sekunden-Strafe auf.

Nach der folgenden Safety-Car-Phase führte Antonelli das Rennen auf dem hügeligen Traditionskurs in den Ardennen weiter an, dahinter folgte die Konkurrenz im Sekundenabstand. Norris, der nach einer Zehn-Platz-Strafe von Startplatz 13 ins Rennen gegangen war, arbeitete sich flott auf Rang sechs nach vorne. Verstappen wechselte in der 18. von 44 Runden auf den härtesten Reifensatz, Antonelli konterte eine Runde später trotz besserer Reifenabnutzung und kurz nach einem virtuellen Safety Car – und gab damit seine Führung aus der Hand.

Leclerc profitierte von virtuellem Safety Car

Denn zwei Runden später gab es wegen eines Fahrzeugteils auf der Strecke erneut ein virtuelles Safety Car. Leclerc wechselte seine Reifen und kam knapp vor Antonelli aus der Boxengasse. Eine Schrecksekunde beim Reifenwechsel erlebte Hamilton, der beinahe einen Ferrari-Mechaniker überfuhr. Antonelli kämpfte sich in der Folge langsam an Leclerc heran und war zehn Runden vor Rennende wieder auf der Siegerstraße. Norris fiel nach einem verpatzten Boxenstopp auf den siebenten Rang zurück.

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