Sabalenka und Gauff um Premierensieg bei French Open
Bei den French Open in Paris gibt es am Samstag ein neues Siegerinnengesicht: Die topgesetzte Aryna Sabalenka aus Belarus oder die Nummer zwei, die US-Amerikanerin Coco Gauff, werden die „Coupe Suzanne Lenglen“ gen Himmel halten.
Erstmals seit 2013 stehen sich in Paris, wo es oft überraschende Siegerinnen gegeben hat, die beiden topgesetzten Spielerinnen gegenüber. Für Sabalenka geht es um ihren vierten Major-Sieg, für Gauff um ihren zweiten.
Sabalenka hat im über zwei Sätze hart umkämpften Halbfinale gegen Iga Swiatek, das sich für die Weltranglisten-Erste wie ein Finale angefühlt hat, die Regentschaft der Polin an der Seine beendet. Satz drei war mit 6:0 eindrucksvoll. „Mir wurde mein ganzes Leben lang erzählt, dass Sand nicht mein Ding ist, und ich hatte kein Selbstvertrauen“, gestand Sabalenka. Nun sei es in den vergangenen Jahren aber gelungen, ihr Spiel so weiterzuentwickeln, dass sie sich auch auf Asche wohlfühlt. „Jetzt spiele ich gern auf Sand“, sagt die Hartplatzspezialistin, die bisher bei den Australian Open (2023 und 2024) sowie bei den US Open (2024) triumphiert hat. „Wenn ich diese Trophäe gewinnen könnte, würde es uns die Welt bedeuten“, bezog sie auch ihr Team in die Hoffnungen mit ein.
Gauff stand 2022 schon im Paris-Finale
Gauff hat ihren bisher einzigen Major-Titel bei den US Open 2023 gewonnen. Die erst 21-jährige US-Amerikanerin stand allerdings 2022 schon einmal im Endspiel der French Open und machte gegen Swiatek damals nur vier Games. „Damals war ich supernervös und ich habe mich quasi schon vor dem Finale abgeschrieben“, erinnerte sich Cori, die aber Coco genannt wird, zurück. „Sabalenka hat großartige, harte Schläge, und sie wird sehr aggressiv spielen. Ich werde versuchen, so ruhig wie möglich zu bleiben.“
Blickt man auf das Head-to-Head, ist alles möglich: Es steht 5:5 bzw. 1:1 auf Sand. „Alles kann am Samstag passieren. Aber ich freue mich darauf, auch dass ich gegen eine Nummer 1 spielen kann“, sagt Gauff, die in jedem Fall Nummer zwei im Ranking bleiben wird. Die knapp sechs Jahre ältere Sabalenka hatte im vergangenen Monat im Finale von Madrid mit einem 6:3,7:6(3)-Erfolg über Gauff alle Bilanzen gegen die Spielerin aus Florida ausgeglichen. Für Gauff geht es um ihren insgesamt zehnten WTA-Titel, Sabalenka könnte auf 21 erhöhen.
2,55 Mio. Euro für den Triumph
Beide Spielerinnen haben mit dem Finaleinzug 1,275 Mio. Euro Preisgeld sicher, die Siegerin erhält 2,55 Millionen. Auf dem Weg ins Endspiel haben Sabalenka und Gauff je einen Satz abgegeben. Letztere im Viertelfinale gegen Australian-Open-Siegerin und Landsfrau Madison Keys. Den Traumlauf der bis dato unbekannten Französin Lois Boisson beendete sie eiskalt und ließ der Lokalmatadorin nur drei Games. Sollte sich Gauff zur Championesse küren, wäre sie die jüngste US-Siegerin im Bois de Boulogne seit Serena Williams 2002.
(APA) / Bild: Imago
