Schiedsrichter Cortus nach Becherwurf-Eklat: „Spielabbruch einfach alternativlos“
Der Abbruch des Bundesligaspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach am Freitagabend nach einem Becherwurf war nach Ansicht von Schiedsrichter Benjamin Cortus „alternativlos“. Nachdem sein Assistent Christian Gittelmann am Kopf getroffen worden war, wurde die Partie beim Stand von 2:0 für Gladbach abgebrochen.
„Es wurde ein gefüllter Getränkebecher aus dem Zuschauerbereich auf den Schiedsrichterassistenten geworfen“, sagte Cortus vor TV-Kameras: „Er hat diesen am Hinterkopf getroffen.“ Gittelmann sei „benommen“ gewesen, berichtete der Referee, und ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht worden. Der zweite Assistent Florian Heft habe ihn begleitet. „Bei einem tätlichen Angriff auf einen Spieloffiziellen ist ein Spielabbruch einfach alternativlos“, erklärte Cortus.
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Der Schiedsrichter hatte nach dem Zwischenfall nach knapp 70 Minuten seinen Assistenten vom Platz geleitet und beide Mannschaften in die Kabinen geschickt. Eine Viertelstunde später wurde die Partie offiziell abgebrochen. Es ist der achte Spielabbruch in der Fußball-Bundesliga, der erste seit dem 1. April 2011. Auch damals war beim 0:2 des FC St. Pauli gegen Schalke 04 ein Linienrichter von einem Bierbecher getroffen worden.
(SID)/Bild: Imago
