Schiedsrichter Ebner: „Gelb-Rot in der Konsequenz womöglich zu hart“
Das war der Aufreger im Spitzenspiel zwischen Red Bull Salzburg und Sturm Graz. Im Grazer Strafraum kommt es zu einem Zweikampf zwischen Salzburgs Strahinja Pavlovic und Strums Mohammed Fuseini. Schiedsrichter Stefan Ebner entscheidet auf Schwalbe von Pavlovic und zeigt dem Serben die Gelb-Rote Karte. Im Sky-Interview äußert sich Ebner und schildert seine Wahrnehmung auf dem Spielfeld.
„Die Wahrnehmung ist relativ ident mit den Fernsehbildern. (…) Mit ein wenig Abstand redet man oft vom Fingerspitzengefühl, ob jetzt Gelb-Rot wirklich notwenig war. Am Feld war ich einfach konsequent. Man hat gesehen, die Bewegung von Pavlovic ist einfach so, er hat keine Spannung mehr im Körper, er reißt beide Arme nach oben. Für mich ist es eine Simulation, sehr wohl den Kontakt am Boden wahrgenommen habe. Aber das war mir dann einfach zu theatralisch und die Konsequenz war für mich einfach Gelb-Rot“, so Ebner.
Dennoch bezeichnet der Schiedsrichter seine Entscheidung im Nachgang als „zu hart“: „Im Nachhinein ist man immer gescheiter. Hätte ich hier weiterspielen lassen, hätten wir hier vielleicht die Diskussion gehabt, ist es ein Strafstoß oder nicht, hätte sich der VAR eingeschalten, ja oder nein. Ich glaube, es ist eine Situation, wo man auch diskutieren kann. In der Konsequenz Gelb-Rot womöglich zu hart.“
Die strittige Szene im Video:
https://www.skysportaustria.at/umkaempftes-spitzenspiel-ohne-sieger-remis-zwischen-salzburg-und-sturm/
