„Ich kann vorne alles spielen“: Schmid liebäugelt mit der Startelf
Romano Schmid ist mit großem Selbstvertrauen zum österreichischen Fußball-Nationalteam angereist. Der Steirer brachte es bei Werder Bremen in der abgelaufenen Saison auf 34 Einsätze mit vier Toren und sieben Assists und wusste zudem in den beiden März-Länderspielen zu gefallen. Kein Wunder also, dass sich der Offensivmann Chancen auf einen Startplatz im ersten EM-Match am 17. Juni in Düsseldorf gegen Frankreich ausrechnet.
„Die Spiele gegen die Slowakei und die Türkei waren wichtig für mich. Da habe ich gezeigt, dass ich in der Mannschaft mithalten kann, auch wenn ich davon schon vorher überzeugt war“, erklärte Schmid am Samstag im ÖFB-Camp in Windischgarsten.
„Der Mannschaft bestmöglich zu helfen“: Schmid über seine Ziele bei der EM
Im Rennen um eine Nominierung für die Anfangs-Elf könnte dem 24-Jährigen die Verletzung von Xaver Schlager zugutekommen. Sollten wie zu erwarten Konrad Laimer oder Marcel Sabitzer die Position des Leipzig-Profis im Zentrum übernehmen, wäre ein Platz auf einem Flügel frei, und genau dort lieferte Schmid im März starke Leistungen ab. „Ich kann vorne alles spielen außer zentraler Stürmer“, sagte Schmid. Ansprüche an Teamchef Ralf Rangnick wollte er aber keine stellen und meinte lediglich: „Wenn ich eingesetzt werde, werde ich alles tun, um der Mannschaft zu helfen.“
Von einem vorzeitigen Turnier-Abschied des ÖFB-Teams geht der neunfache Internationale nicht aus. „Ich glaube, dass sich keiner von uns vorstellt, dass wir früh ausscheiden.“ Dementsprechend groß ist die Vorfreude auf die bevorstehende Endrunde. „Es gibt nichts Cooleres, als eine EM in Deutschland zu spielen. Ich lebe seit vier Jahren dort – länger habe ich nur in Graz gewohnt, und da war ich noch ein Kind“, erzählte Schmid.
„Ein kleiner Giftzwerg“: Patrick Wimmer über Romano Schmid
Mittlerweile residiert Schmid in Bremen, wo er nicht mehr aus der Stammformation wegzudenken ist. „Ich habe mir dort ein richtig gutes Standing erarbeitet.“ Belohnt wurden seine Auftritte im vergangenen Dezember mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung, über die Laufzeit wurde Stillschweigen vereinbart. „Wenn ich verletzungsfrei bleibe, glaube ich, dass ich bei Werder den richtigen Verein habe. Ich fühle mich in Bremen sehr wohl.“
Daher hegt Schmid auch keine Wechselgedanken. „Mein Ziel war es immer, nach Deutschland zu kommen, jetzt habe ich mich hier etabliert. Es gibt keinen Grund, darüber nachzudenken, was noch kommt“, erklärte Schmid.
Der ehemalige Sturm- und Salzburg-Kicker wird auf einen Marktwert von zehn Millionen Euro taxiert, damit ist er der teuerste Profi im aktuellen Werder-Kader. „Ich habe gezeigt, dass ich wertvoll bin. Das macht mich schon stolz.“
Stadt Wien nach Steirer Vorstoß zu Nationalstadion abwartend
(APA)/Bild:
