Schmidt über Wanners Nationen-Wahl: „Er muss das selber entscheiden“
Heidenheim-Trainer Frank Schmidt möchte Mittelfeldtalent Paul Wanner bei dessen Wahl zwischen Deutschland und Österreich nicht beeinflussen. „Am Ende muss er das selber entscheiden. Er hat beide Möglichkeiten, weil familiär ist er ja in beiden Ländern verwurzelt“, sagte der 50-Jährige bei Sky.
„Natürlich hatte ich mit Antonio Di Salvo (U21-Trainer des DFB) kurz Kontakt und auch mit Paul“, sagte Schmidt. Wanner verbringt die Länderspielpause mit der U21 des DFB. Mit seiner Mannschaft trifft er in Deutschlands EM-Qualifikation auf Bulgarien (11. Oktober) und Polen (15. Oktober). Schmidt interessiert nach eigenen Angaben vor allem, dass der 18-Jährige Heidenheim hilft, das Saisonziel zu erreichen.
HIGHLIGHTS | 1. FC Heidenheim – Olimpija Ljubljana | 1. Spieltag
Dies sei nach „größerem Umbruch in der Offensive“ abermals der Klassenerhalt. Mit neun Punkten aus den ersten sechs Bundesligaspielen ist der FCH gut gestartet. Auch Wanner, Leihgabe von Bayern München, hat mit wettbewerbsübergreifend sieben Torbeteiligungen in neun Partien daran entscheidenden Anteil. „Was mir da am meisten imponiert, ist einfach seine Persönlichkeit. Mit 18 Jahren ist er sehr weit. Ich glaube, da gibt es wenige Spieler, die mit 18 Jahren schon so einen klaren Fokus auf die Herangehensweise, auf die eigene Leistung haben. Und deswegen passt er ganz gut zu uns“, sagte Schmidt.
Heidenheims Trainer im exklusiven Sky-Interview …
… über sein bisheriges Saisonfazit:
„Der Tabellenplatz ist nicht so entscheidend. Das habe ich auch nach den ersten Spielen schon gesagt. Auch wenn wir uns gefreut haben, dass wir relativ früh, schnell gepunktet haben. Aber neun Punkte nach sechs Spielen, das ist natürlich ein sehr guter Wert, mit dem man sehr gut arbeiten kann. Aber es bleibt dabei: Wir haben gerade mal sechs Spiele. Wir müssen weiter gute Leistungen zeigen, müssen weiter auf Punkte gehen, weil wir ein klar ausgesprochenes Ziel haben und wollen in diesem zweiten Jahr nach dem größeren Umbruch in der Offensive die Liga halten und auch in die dritte Bundesliga-Saison gehen. Und deswegen müssen wir weiter auf dem Gaspedal bleiben. Wir müssen weiter gute Leistungen bringen, weiter gut zusammenhalten, weiter auch unsere Fans mitnehmen, auch dahingehend, dass es eine schwere Saison werden kann. Wir sind auf einem guten Weg, aber so das erste Mal auf die Tabelle, schaue ich eigentlich erst nach zehn Spieltag.“
… darüber, ob er überrascht von Paul Wanners Entwicklung und Klasse ist:
„Ja und nein. Also ja, weil er trotzdem noch nicht so viele Bundesligaminuten vorher hatte, sondern das ja auch die Premiere für ihn ist, Woche für Woche auch zwei, dreimal in der Woche auf diesem Niveau zu spielen und zu performen. Und nein, weil er in der Vorbereitung einfach schon gezeigt hat, welches fußballerische Potenzial, welche Qualität er hat. Und was mir da am meisten imponiert, ist einfach seine Persönlichkeit. Mit 18 Jahren ist er sehr weit. Ich glaube, da gibt es wenige Spieler, die mit 18 Jahren schon so einen klaren Fokus auf die Herangehensweise, auf die eigene Leistung haben. Und deswegen passt er ganz gut zu uns. Jetzt geht es darum, Nachhaltigkeit Konstanz reinzubringen, weil die Saison ist lang und gerade jungen Spieler müssen dann auch lernen. Das muss man durchziehen. Man darf nie nachlassen, man darf auch nie zufrieden sein, sondern muss immer versuchen, noch den nächsten Schritt zu erreichen. Aber um das zu erreichen, glaube ich, ist er bei uns im richtigen Verein.“
Schmidt traut Kleindienst mehr als DFB-Debüt zu
…darüber, ob er sich mit Paul Wanner über dessen Entscheidung zwischen Deutschland und Österreich austauscht:
„Nein, überhaupt nicht. Und natürlich hatte ich mit Antonio Di Salvo kurz Kontakt und auch mit Paul. Jetzt geht er zur deutschen U21 und alles weitere muss er am Ende selber entscheiden. Er ist ein Spieler, der ausgeliehen ist von Bayern München. Ich weiß nicht, ob da noch mit gesprochen wird. Am Ende muss er das selber entscheiden. Er hat beide Möglichkeiten, weil familiär ist er ja in beiden Ländern verwurzelt. Was mich am meisten interessiert, ist, dass er uns hilft, unsere Ziele zu erreichen. Wenn er da gute Leistungen bringt, dann wird es so bleiben, dass er es sich am Ende aussuchen kann.“
Baumgartlinger würde Wanner „gerne für Österreich spielen sehen“
