DFB-Entscheidung fix? Wanner erstmals in deutsche U21-Auswahl einberufen
Mit dem Debütanten Paul Wanner und Maximilian Beier, dafür ohne Karim Adeyemi und Youssoufa Moukoko geht die deutsche U21 in die beiden entscheidenden EM-Qualifikationsspiele gegen Bulgarien und Polen. Neben dem Rückkehrer Beier berief DFB-Trainer Antonio Di Salvo erstmals den Shootingstar des 1. FC Heidenheim in sein 23er-Aufgebot. Zuletzt hatte der auch von Österreich umworbene Wanner eine Einladung wegen der hohen Belastung abgesagt.
„Wir freuen uns darauf, Paul im Kreis der U21 kennenzulernen und ihn schnell zu integrieren“, sagte Di Salvo. „Zudem werden uns unsere Rückkehrer mit ihrer Qualität noch stärker machen. Mit unserem bestehenden Kern als Basis wollen wir wieder schnell zu einer Einheit wachsen. Und wollen den letzten Schritt Richtung EM gehen.“
HIGHLIGHTS | 1. FC Heidenheim – Olimpija Ljubljana | 1. Spieltag
Neben Wanner ist auch Salzburg-Profi Hendry Blank neu dabei. Beier ist einer von sechs Rückkehrern. Der BVB-Stürmer, der kurz vor der EM sein Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft gefeiert hatte, soll nach Absprache mit DFB-Bundestrainer Julian Nagelsmann in der U21 Spielpraxis sammeln – genauso wie zuletzt Adeyemi.
Verletzter Adeyemi fehlt im Kader
Der Fünffach-Torschütze aus den letzten beiden EM-Qualifikationsspielen der DFB-Auswahl in Israel (5:1) und Estland (10:1) steht verletzungsbedingt ebenso nicht zur Verfügung wie Toptorjäger Moukoko. „Mit Youssoufa bin ich im vertrauensvollen Austausch. Er ist und bleibt für uns ein wichtiger Spieler. Absolute Priorität hat im Moment seine Entwicklung zur Stammkraft in Nizza“, sagte Di Salvo.
Baumgartlinger würde Wanner „gerne für Österreich spielen sehen“
Deutschlands U21 führt die Tabelle der Quali-Gruppe D mit 22 Punkten an. Ein Sieg gegen die stärksten beiden Gruppengegner Bulgarien am 11. Oktober (18.00 Uhr) in Regensburg oder beim Zweitplatzierten Polen am 15. Oktober (17 Uhr) in Lodz würde reichen, um das Ticket für die EM-Endrunde in der Slowakei sicher als Gruppenerster zu lösen.
DFB offenbar mit besseren Karten
Eine endgültige Entscheidung über den künftigen Nationalverband bedeutet dies zwar noch nicht, doch dürfte der DFB nun bessere Karten haben. Der 18-jährige Wanner gilt als großes Talent, er wurde in Dornbirn geboren, seine Mutter ist Österreicherin, sein Vater Deutscher.
Wanner durchlief bereits einige deutsche Nachwuchs-Nationalteams, wurde aber auch von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick zu einem Lehrgang der ÖFB-A-Nationalmannschaft im November 2022 eingeladen. Der Offensivspieler gehört dem FC Bayern und ist derzeit an Heidenheim verliehen, wo er zuletzt mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machte.
Das Aufgebot der deutschen U21:
Tor: Noah Atubolu (SC Freiburg), Tjark Ernst (Hertha BSC), Jonas Urbig (1. FC Köln)
Abwehr: Bright Akwo Arrey-Mbi (Sporting Braga), Hendry Blank (Salzburg), Leandro Morgalla (Salzburg), Luca Netz (Borussia Mönchengladbach), Tim Oermann (VfL Bochum), Max Rosenfelder (SC Freiburg), Tom Rothe (1.FC Union Berlin), Jan Thielmann (1. FC Köln)
Mittelfeld: Ansgar Knauff (Eintracht Frankfurt), Brajan Gruda (FSV Mainz 05), Frans Krätzig (VfB Stuttgart), Tim Lemperle (1. FC Köln), Eric Martel (1. FC Köln), Paul Nebel (FSV Mainz 05) Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach), Umut Tohumcu (TSG Hoffenheim), Paul Wanner (1. FC Heidenheim)
Angriff: Maximilian Beier (Borussia Dortmund) Nicolo Tresoldi (Hannover 96), Nick Woltemade (VfB Stuttgart)
(SID/Red./APA.)
Beitragsbild: Imago.
