Schrittwieser: „Haben den Sieg leichtfertig vergeben“

Wien, 3. November 2011. Der BC Zepter Vienna gewinnt mit 87:83 gegen die ece bulls Kapfenberg. Alle Stimmen zum Spiel exklusiv bei Sky Sport Austria.

 

 (Trainer ):

 

…über das Spiel: „Ich bin sehr froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Es war sehr hart, nicht einfach. Kapfenberg hat sehr körperlich gespielt und um jeden Offensivrebound gekämpft. Dann mussten wir auch mehr körperlichen Einsatz zeigen und die Spieler haben das gut gemacht. Zum Schluss war es ein gutes Spiel. Im dritten Viertel hat Kapfenberg sehr schnell gespielt und wir waren vielleicht ein bisschen überrascht. Das ist einfach so passiert, schnelle Gegenangriffe und wir haben ein bisschen den Rhythmus verloren im Angriff.“

 

…über die Belastung seiner Spieler: „Wir müssen ein bisschen aufpassen. Beim Training haben wir mehr Spieler als beim Spiel, aber wir müssen aufpassen. Wir haben ein paar nicht so junge Spieler und die brauchen Regeneration. Wir müssen am Anfang der Woche mit mehr Intensität trainieren und dann ein bisschen ruhiger und langsamer werden.“

 

 (Spieler ):

 

…über seine Rückkehr nach Wien: „Ich freue mich sehr wieder hier zu sein, weil ich Wien mag, weil ich den BC Zepter Vienna mag und weil es noch etwas zu erledigen gibt. Letztes Jahr haben wir die Meisterschaft nicht geholt und in diesem Jahr will ich mir diesen Titel mit dem Team holen. Das Team ist schon ganz gut, aber wir müssen uns bei den Big Men noch verstärken. Dann sehe ich gute Chancen auf den Titel heuer.“

 

 (Spieler ):

 

…über das Spiel: „Wir sind als Team stark aufgetreten, haben gut zusammengespielt und haben den Sieg nach Hause getragen. Kapfenberg ist stark in die zweite Halbzeit gestartet, sehr schnell und wir haben unsere Probleme gehabt. Aber im Endeffekt haben wir es gut gelöst.“

 

 (Spieler ):

 

…über seine Leistung: „Ich wusste zur Halbzeit nicht einmal, dass ich schon ein Double-Double hatte. Aber es ist mir auch egal, ich konzentriere mich auf das Spiel. Ich möchte jedes Spiel gut spielen und meine Stats interessieren mich nicht wirklich. Der Coach weiß auch, dass ich ein guter Spieler bin und selbst Plays kreieren kann. Deswegen wird im Training auch nicht darauf geachtet Systeme auf mich auszurichten. Ich mache einfach genau das, was ich heute gezeigt habe: ich nutze meine Chancen um Rebounds zu holen und Punkte zu machen.“

 

…über die Belastung für das Team: „Natürlich weiß ich, dass die Bank dünn ist und man spürt das auch physisch. Aber wir haben so viele routinierte Spieler, die wissen wie sie auf ihren Körper aufpassen müssen, was sie machen müssen um schnell zu regenerieren. Deswegen sehe ich darin kein großes Problem.“

 

 (Trainer ):

 

…über das Spiel: „Die Gründe für die Niederlage waren, dass wir in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel gefunden haben. Wir haben uns sehr auf Stazic fokussiert, anscheinend die Spieler auch zu viel, und haben defensiv nicht den Rhythmus gefunden. Auf dieser Basis ist es dann ganz schwer für uns ins Laufen zu kommen, das war die Ursache in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit sind wir dann besser gestartet, ruhiger. Dann hat uns ein emotionales Spiel zurückgebracht, aber wir haben es nicht geschafft umzustellen auf normales Basketballspiel. So wie wir zurückgekommen sind spielt man normalerweise nicht Basketball, aber das haben wir nicht mehr geschafft. So haben wir den Sieg heute doch relativ leichtfertig vergeben, weil ich glaube, dass es zu gewinnen gewesen wäre.“

 

…über mögliche Verstärkungen: „Wir sind nicht mit Anthony Shavies. Wir waren mit ihm im Sommer in Kontakt, er ist ein super Spieler und hätte auch gut gepasst. Wir haben uns dann für Boylan entschieden und bereuen die Entscheidung auch nicht. Wir haben strategisch vor uns im Frühjahr für die Zukunft zu verstärken. Und wenn man den Altersschnitt unserer Mannschaft anschaut, dann weiß man wie alt so ein Spieler sein sollte. Aber das ist noch weit weg.“

 

 (Spieler ):

 

…über das Spiel: „Für den Sieg hat es einfach nicht gereicht, weil wir in der Defensive einfach nicht gut exekutiert haben. Wir haben den Wienern die Chance gegeben einfache Punkte zu machen, wir haben ihnen viel zu viele Rebounds zugelassen und das hat einfach am Ende nicht gereicht. Wir haben auch in der Offensive nicht gut exekutiert, haben nicht das gemacht, was wir machen sollten. Ich freue mich darauf, wenn Ray endlich zurückkommt, er fehlt natürlich im Team. Wir sind noch in einer Entwicklungsphase, wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch nicht dort, wo wir sein möchten.“

 

 (Sky Experte):

 

…über das Spiel: „Am Ende hat Vienna mit den Stärken der ersten Halbzeit das Spiel auch nach der starken Phase der Kapfenberger doch noch gewonnen. Am Ende waren es Rebounds, Offensivrebounds und zweite Chancen, die die Wiener fast über das gesamte Spiel finden konnten. Das ist harte Arbeit, Ellbogen werden ausgeteilt, da war Vienna wirklich gut. Hut ab, wie schnell und wie positiv Kapfenberg aus der Halbzeit herausgekommen ist, das war super. Obwohl Kapfenberg in dieser Phase gezeigt hat, was es braucht um hier zu bestehen und Vienna zu schlagen konnten die Wiener das wieder umdrehen und am Ende Kapfenberg mit den gleichen Mitteln schlagen, mit denen sie sie in der ersten Halbzeit schon in große Probleme bringen konnten.“

 

…über den Wiener Neuzugang Miletic: „Er ist ein Außenspieler, der den Ball bewegen kann, der lesen kann, was gerade gefragt ist. Er ist vom Spielverständnis sicher einer, den man überall verwenden kann.“

 

…über Kapfenberg: „Vielleicht hat die Reife gefehlt, vielleicht auch die Disziplin oder die Spielintelligenz. Einer meiner Lieblingscoaches unterscheidet klar zwischen attack speed und control speed. Bei dieser Aufholjagd hat man ganz klar gesehen welche der beiden Geschwindigkeiten das war, dann muss man aber auch wieder runter vom Gas gehen und in die kontrollierte Geschwindigkeit kommen. Das hat nicht so richtig funktioniert.“

 

…über Vienna-Trainer Maghelli: „Natürlich wird auch die Handschrift des Trainers etwas zum Erfolg beitragen. Die Qualität der Spieler, wir wissen, dass einige schon etwas reifer sind, kommt ihm natürlich zu Gute, aber natürlich ist es auch er. Ich habe ihn noch kaum hektisch gesehen und er beschwert sich auch nie, weil Spieler kommen und gehen. Es ist wie es ist, er zieht es durch und am Ende gewinnen sie meistens.“

 

…über Player of the Game Stevens: „So einen Spieler hat man unheimlich gern als Coach oder als Mitspieler. Für ihn wird kaum etwas gemacht, aber er ist immer zur Stelle, die statistischen Werte sind beeindruckend und sprechen für sich. Aber mir gefällt wie cool er seine Sache macht und welche wichtigen Sachen er gemacht hat, wenn man den Spielverlauf betrachtet. Eine tolle Partie.“