KITZBUEHEL,AUSTRIA,24.JAN.21 - ALPINE SKIING - FIS World Cup, downhill, men. Image shows the rejoicing of Beat Feuz (SUI). Photo: GEPA pictures/ Thomas Bachun

Schweizer Feuz holt “Double” in Kitzbühel – Mayer auf Podest

via Sky Sport Austria

Auch die zweite Kitzbühel-Abfahrt in dieser Ski-Weltcup-Saison hat Beat Feuz erbeutet. Der Schweizer gewann am Sonntag, zwei Tage nach seinem ersten Streif-Triumph am Freitag die klassische Hahnenkammabfahrt vor dem Franzosen Johan Clarey (+0,17 Sekunden) und dem Kärntner Matthias Mayer (+0,38). Damit reihte sich Feuz in einen erlesenen Kreis von Alpin-Größen ein – er ist der Siebente, dem ein Kitz-Double gelang.

Sechs Fahrer haben in der Vergangenheit zwei Rennen in einem Kitzbühel-Jahr gewonnen. Es sind dies die Österreicher Karl Schranz 1972 und Josef Walcher 1978, der Schweizer Pirmin Zurbriggen 1985, ÖSV-Läufer Peter Wirnsberger 1986, der Schweizer Franz Heinzer 1992 und der Franzose Luc Alphand 1995. Mit seinem 15. Sieg und dem 50. Podestplatz im Weltcup übernahm Feuz auch die Führung in der Disziplin-Wertung, die er in den vergangenen drei Wintern gewonnen hatte.

Trotz einer nicht optimalen Fahrt vermochte es keiner seiner Konkurrenten, Feuz seine zweite goldene Gams im Schlussteil noch zu entreißen. Eine große Rolle spielte auch der Nebel auf der Strecke, weswegen das Rennen zweimal unterbrochen war. “Ich habe eigentlich im Ziel nicht gedacht, dass es reichen könnte”, meinte Feuz. “Mit Lichtschwierigkeiten da herunter ist es schon zach. Speziell im Flachen habe ich einfach gemerkt, wie ich immer wieder so Schläge gekriegt habe. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem dritten Platz”, erklärte Mayer nach seinem insgesamt achten Podestplatz bei Kitzbühel-Rennen.

Die übrigen Österreicher hatten jeweils mehr als eine Sekunde Rückstand. Otmar Striedinger (8./+1,20), Daniel Hemetsberger (10./+1,32), Max Franz (13./+1,38) und Daniel Danklmaier (15./+1,46) gelangen trotz schnellen Teilzeiten keine fehlerfreien Fahrten. “Nicht ganz happy”, gab sich deswegen Striedinger. “Da wäre noch mehr drin gewesen. Ich habe leider die Steilhang-Ausfahrt nicht so erwischt wie am Freitag, und im unteren Teil habe ich auch noch einen Hakler drin gehabt.”

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Hemetsberger freute sich über das bisher beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere: “Ich war heute ein bisschen glücklich, weil ich habe von oben bis unten eigentlich gute Sicht gehabt. Ich habe alles gegeben. Gott sei Dank ist es so cool runtergegangen.” Vincent Kriechmayr (+1,62) wurde 17., nachdem er eine Torstange mitgerissen hatte. “Unten habe ich einen Fehler gemacht und viel Zeit verloren, aber bis dahin war ich auch nicht gerade bei den Schnellsten. Das muss ich analysieren, an was es gescheitert ist heute”, sagte der Oberösterreicher. Auch Christopher Neumayer (23./+2,14), Christian Walder (28./+2,43) und Hannes Reichelt (30./2,45) und damit alle ÖSV-Läufer kamen in die Punkteränge.

Die am Samstag aufgeweichte Piste hatte durch die kalten Temperaturen über Nacht angezogen, als “hart und kompakt” beschrieb ÖSV-Abfahrtschef Sepp Brunner den Untergrund. Der Zielsprung war nach dem Sturz von Urs Kryenbühl am Freitag intensiv bearbeitet worden, der Tisch zeigte nun mehr nach unten. Die Anfahrtsgeschwindigkeiten bei den Topläufern waren trotzdem nicht viel geringer als beim ersten Kitz-Rennen in diesem Jahr, das als Ersatz für die wegen Corona-Infektionen abgesagte Lauberhorn-Abfahrt in Wengen zählte.

Laut FIS-Rennchef Hannes Trinkl konnten die Läufer Sonntagfrüh nach der Besichtigung Bedenken ob des Sprungs äußern, im schlimmsten Fall würde man die Abfahrt sogar absagen. Dazu kam es erwartungsgemäß nicht. Am Montag (10.45 Uhr) wird das Kitz-Rennprogramm in diesem Weltcup-Winter mit dem Super-G abgeschlossen.

skyx-traumpass

Ergebnisse:

1. Beat Feuz (SUI) 1:55,29
2. Johan Clarey (FRA) 1:55,46 +0,17
3. Matthias Mayer (AUT) 1:55,67 +0,38
4. Christof Innerhofer (ITA) 1:56,15 +0,86
5. Romed Baumann (GER) 1:56,26 +0,97
6. Andreas Sander (GER) 1:56,29 +1,00
7. Dominik Paris (ITA) 1:56,47 +1,18
8. Otmar Striedinger (AUT) 1:56,49 +1,20
9. Matthieu Bailet (FRA) 1:56,51 +1,22
10. Marco Odermatt (SUI) 1:56,61 +1,32
Daniel Hemetsberger (AUT) 1:56,61 +1,32
12. Travis Ganong (USA) 1:56,64 +1,35
13. Max Franz (AUT) 1:56,67 +1,38
14. Florian Schieder (ITA) 1:56,72 +1,43
15. Daniel Danklmaier (AUT) 1:56,75 +1,46
16. Henrik Roea (NOR) 1:56,86 +1,57
17. Dominik Schwaiger (GER) 1:56,91 +1,62
Vincent Kriechmayr (AUT) 1:56,91 +1,62
19. Nils Allegre (FRA) 1:57,14 +1,85
20. Stefan Rogentin (SUI) 1:57,15 +1,86
21. Maxence Muzaton (FRA) 1:57,23 +1,94
22. Gilles Roulin (SUI) 1:57,30 +2,01
23. Christopher Neumayer (AUT) 1:57,43 +2,14
24. Jared Goldberg (USA) 1:57,49 +2,20
25. Nicolas Raffort (FRA) 1:57,50 +2,21
26. Kjetil Jansrud (NOR) 1:57,58 +2,29
27. Brice Roger (FRA) 1:57,59 +2,30
28. Matteo Marsaglia (ITA) 1:57,60 +2,31
29. Christian Walder (AUT) 1:57,72 +2,43
30. Hannes Reichelt (AUT) 1:57,74 +2,45
Carlo Janka (SUI) 1:57,74 +2,45

(APA)

Beitragsbild: GEPA