„Schwerwiegender Ausfall“ für Ilzer vor Leipzig-Gastspiel
Trainer Christian Ilzer vom deutschen Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim will die wichtige Begegnung im Kampf um den Einzug in die Champions League am Freitag (ab 20:30 Uhr LIVE bei Sky!) bei RB Leipzig mit „viel Überzeugung und mit breiter Brust“ angehen.
„Es ist ein Spitzenspiel. Ich erwarte einen offenen Schlagabtausch. Wir möchten RB vor Probleme stellen“, sagt der TSG-Coach vor dem Duell. Die Kraichgauer rangieren in der Tabelle mit 50 Punkten auf dem dritten Platz, RB liegt mit drei Zählern weniger auf Rang fünf. „Leipzig ist ein Top-Gegner, bei dem man sich intern zutraut, um die deutsche Meisterschaft zu spielen“, sagte Ilzer: „Wir haben eine gute Ausgangslage. Wir wollen uns als Gegner präsentieren, der unangenehm ist.“
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Verzichten muss der Ex-Sturm-Trainer auf den defensiven Mittelfeldspieler Leon Avdullahu. Der Nationalspieler des Kosovo hat im Training eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich erlitten und wird laut Ilzer „mehrere Wochen“ fehlen. „Das ist ein schwerwiegender Ausfall, er hatte eine ganz zentrale Rolle auf einer Schlüsselposition“, sagte der Coach.
Der 22 Jahre alte Avdullahu wird damit auch dem Kosovo in der kommenden Woche im WM-Playoff in der Slowakei fehlen.
Der ehemalige Sturm-Graz-Coach sah zudem einen Gegner mit schnellen Spitzen und „viel Power aus Österreich“ im Zentrum der Leipziger. Bei den Hausherren werden Xaver Schlager, Nicolas Seiwald und Christoph Baumgartner von Beginn an erwartet. Bei Hoffenheim war Alexander Prass zuletzt immer dabei.
Baumgartner & Leipzig unter Zugzwang
RB Leipzig steht vor einem weiteren wegweisenden Spiel Richtung Saisonziel Champions League. Gegen die TSG Hoffenheim müssen dringend Punkte her.
Denn das ist das erklärte Saisonziel, das zunehmend wackelt. Schon im Februar schlug Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff Alarm: „Ich spreche es heute mal aus: Ich will mit der Mannschaft in die Champions League.“
So langsam geht es in die „Crunch-Time“, das bestätigte auch Christoph Baumgartner nach der enttäuschenden 0:1-Niederlage beim VfB Stuttgart. Sollte am Freitag gegen die TSG Hoffenheim ein ähnliches Resultat folgen, könnte die Champions League für die Mannschaft von Ole Werner in weite Ferne rücken.
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Aktuell trennen RB drei Punkte von den Königsklassen-Plätzen, am Wochenende könnte der Rückstand im Worst Case auf sechs Zähler anwachsen. Natürlich werde man „alles daran setzen, drei Punkte zu holen“, sagte Baumgartner. Hoffenheim will sich aber als „Gegner präsentieren, der unangenehm ist“, so TSG-Trainer Christian Ilzer – und die Stimmung in Leipzig ist alles andere als entspannt.
Zuletzt machten Gerüchte über eine mögliche Unzufriedenheit mit Jürgen Klopp, dem Head of Global Soccer bei Red Bull, die Runde. Zwar wies Mintzlaff die Berichte umgehend als „völligen Schwachsinn“ und „komplett aus der Luft gegriffen“ zurück, der Eindruck von Unruhe bleibt jedoch.
Passend dazu tauchte Mintzlaff nach dem knappen 2:1-Sieg gegen Augsburg persönlich in der Kabine auf. Er redete der Mannschaft ins Gewissen. Eine weitere Saison ohne die für den Klub so wichtige Champions League – und die damit verbundenen Mehreinnahmen von rund 60 Millionen Euro – wäre eine große Enttäuschung.
Dass es am Freitag ausgerechnet gegen Hoffenheim geht, verleiht der Partie zusätzliche Würze. Auf dem Platz braucht Leipzig nun die passende Antwort.
(SID/Red./APA)
Beitragsbild: Imago.
