Sensation in Shanghai: Quali-Ersatzmann besiegt Djokovic im Halbfinale
Der Serbe Novak Djokovic bleibt vorerst bei 100 Turniersiegen auf der Tennis-Tour stehen.
Der Rekord-Grand-Slam-Sieger unterlag am Samstag im Halbfinale des Masters-1000-Turniers von Shanghai (live auf Sky – mit Sky Stream bist du dabei!) dem Qualifikanten Valentin Vacherot 3:6,4:6, womit der Monegasse einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere erreichte. Aktuell in der Weltrangliste noch außerhalb der Top 200, wird er am Montag in den Top 60 stehen. Vacherot war nur als Quali-Ersatzmann in die China-Metropole gereist.
Es war das erste Duell des 26-Jährigen mit dem 38-jährigen Paris-Olympiasieger, nun spielt er um seinen ersten Titel auf der Tour. Nach seinem Auftaktsieg gegen den Serben Laslo Djere hat der Shootingstar fünf Gesetzte en suite besiegt, darunter außer Djokovic u.a. den kasachischen Kitzbühel-Sieger Alexander Bublik (14) und den Dänen Holger Rune (10). Inklusive Quali gelangen Vacherot in Shanghai acht Siege.
Djokovic-Bezwinger Vacherot schreibt Geschichte
Im Halbfinale nutzte er auch physische Probleme des im Eröffnungssatz zweimal am Rücken behandelnden, als Nummer vier gereihten „Djokers“. Er stützte sich im ersten Duell mit dem mit vier Titeln ausgestatteten Shanghai-Rekordsieger zudem auf sein gutes Service. Vacherot ist nun der erste ATP-Finalist aus Monaco sowie in der Geschichte von Masters-1000-Turnieren der Finalist mit dem höchsten ATP-Ranking, nämlich 204.
Familien-Finale gegen Rinderknech perfekt
Die ebenso verrückte wie unerwartete Familienzusammenführung im Finale von Shanghai konnte auch Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic nicht verhindern. Der serbische Tennis-Superstar unterlag in der Runde der besten vier dem Monegassen Valentin Vacherot mit 3:6, 4:6 – dessen sensationeller Sturmlauf als Qualifikant bis in das Endspiel eines ATP-Masters führte ihn nun kurioserweise in die Arme seines Cousins Arthur Rinderknech.
„Ich kann nicht mal sagen, dass das ein Traum ist – keine einzige Person in unserer Familie hat davon geträumt“, sagte Rinderknech: „Jetzt stehen wir beide hier, haben uns durch so viele Matches gekämpft, und irgendwie sind wir die beiden Verbliebenen, die hier am Ende noch stehen. Das ist einfach unglaublich.“
Rinderknech setzte sich im zweiten Halbfinale mit 4:6, 6:2, 6:4 gegen den früheren Weltranglistenersten Daniil Medwedew durch. Für den Franzosen, der in der dritten Runde wie schon in Wimbledon die deutsche Nummer eins Alexander Zverev bezwungen hatte, ist es der ebenfalls bis dato größte Erfolg seiner Karriere – getoppt nur von seinem Cousin.
Mit seinem Erfolg ist der 26-jährige Vacherot nun der am niedrigsten gerankte Spieler, dem je der Einzug in ein ATP-Masters-Finale gelungen ist. In der Weltrangliste liegt er momentan noch auf Platz 204 – und damit genau 199 Plätze hinter Djokovic. Den Sprung unter die Top 60 hat er vor dem Endspiel am Sonntag (10.30 Uhr LIVE bei Sky & mit SKy Stream!) bereits sicher.
(APA/SID).
Beitragsbild: Imago.
