Sicherer Auftakterfolg: Djokovic mit 100. Sieg in Melbourne

Rekordsieger Novak Djokovic ist mit einem sicheren Erfolg in die Australian Open gestartet. Der 38 Jahre alte Serbe setzte sich in der Night Session von Melbourne am Montag mit 6:3, 6:2, 6:2 gegen den Spanier Pedro Martinez durch – und feierte damit seinen 100. Sieg in Melbourne. Bereits zu Ende ist das Turnier für Felix Auger-Aliassime, der bei Temperaturen von knapp über 30 Grad von Krämpfen geplagt aufgeben musste. Wegen ähnlicher Probleme musste die 21-jährige Kanadierin Marina Stakusic mit dem Rollstuhl vom Platz geführt werden.

Djokovic, der zehn Mal am Yarra River triumphieren konnte und als Grand-Slam-Rekordsieger weiter seinen 25. Titel auf größter Bühne jagt, fehlen damit noch zwei Erfolge, um zu Roger Federer (102 Siege) aufzuschließen. „Ich gebe immer mein Bestes“, sagte Djokovic: „Geschichte zu schreiben, ist eine große Motivation für mich. Ich bin gesegnet, dass ich noch immer auf diesem Level spielen kann.“

Dass er in Zeiten der Dominanz von Carlos Alcaraz und Jannik Sinner nur Außenseiterchancen auf den ganz großen Coup hat, ist Djokovic bewusst. Dennoch will er alles versuchen. Nächster Gegner des aktuellen Weltranglistenvierten ist der italienische Qualifikant Francesco Maestrelli. „Ich fühle mich sehr gut“, sagte Djokovic: „Ich nutze jede Stunde, um mich und meinen Körper möglichst gut zu erholen.“

Auger-Aliassime wollte nicht „wie Boxsack“ dastehen

Auger-Aliassime war als Nummer sieben des Turniers mit großen Erwartungen in das erste Major-Turnier des Jahres gestartet, musste gegen den Portugiesen Nuno Borges beim Stand von 6:3,4:6,4:6 aus seiner Sicht aber aus körperlichen Gründen vorzeitig die Segel streichen. „Nur da zu stehen wie ein Boxsack, das möchte ich nicht. Deshalb war die Aufgabe die einzige Möglichkeit“, sagte der Weltranglistenachte. Den Grund für die Krämpfe wusste er nicht, er habe in der Vergangenheit deshalb noch nicht aufgeben müssen.

Seinen Schwung vom Brisbane-Titel nahm Daniil Medwedew mit, auch wenn der dreifache Australian-Open-Finalist aus Russland beim 7:5,6:2,7:6(2) gegen den Niederländer Jesper de Jong auch viel Gegenwehr erlebte. Ohne Satzverlust blieb auch der als Nummer sechs gesetzte Australier Alex de Minaur beim 6:2,6:3,6:3 im Duell mit dem US-amerikanischen Lucky Loser Mackenzie McDonald, der zuvor von der verletzungsbedingten Absage des 2021-Wimbledon-Finalisten Matteo Berrettini profitiert hatte.

Ein zumindest weiteres Match erkämpfte sich Stan Wawrinka. Der dank einer Wildcard im Hauptbewerb vertretene Schweizer rang bei seiner 20. und letzten Australian-Open-Teilnahme den Serben Laslo Djere mit 5:7,6:3,6:4,7:6(4) nieder. Es war sein erster Matchsieg in Melbourne seit 2021. Im Alter von 40 Jahren und 296 Tagen ist Wawrinka der zweitälteste Spieler in der Geschichte, der in Melbourne ein Spiel gewonnen hat. Einen seiner drei Grand-Slam-Titel hat Wawrinka 2014 hier gewonnen. In der 2. Runde wartet überraschend der französische Qualifikant Arthur Gea, der mit dem Tschechen Jiri Lehecka die Nummer 17 des Turniers mit 7:5,7:6(1),7:5 ausschaltete.

Yue forderte Swiatek im 1. Satz

Mehr Mühe als erwartet hatte die Polin Iga Swiatek mit der chinesischen Qualifikantin Yuan Yue. Nach 3:5-Rückstand im ersten Satz entschied die sechsfache Grand-Slam-Siegerin die Partie mit 7:6(5),6:3 für sich. „Ich bin ein bisschen müde gestartet, es ist nicht alles gut gelaufen. Aber wichtig war es, weiterzukommen“, sagte Swiatek. Die US-Amerikanerin Coco Gauff war beim 6:2,6:3 über die seit kurzem für Usbekistan spielende Kamilla Rachimowa ungefährdet und hält mit nur 21 Jahren schon bei 75 Matchsiegen auf Grand-Slam-Ebene.

Auch ohne Mühe meisterte Wimbledon- und US-Open-Finalistin Amanda Anisimova die Auftakthürde, die Schweizerin Simona Waltert wurde mit 6:3,6:2 bezwungen. Die US-Amerikanerin Jessica Pegula gab beim 6:2,6:1 gegen die Russin Anastassia Sacharowa nur drei Games ab. In einen dritten Satz musste die Russin Mirra Andrejewa beim 4:6,6:3,6:0 gegen die Kroatin Donna Vekic. Das Aus kam hingegen für ihre auf Position 15 eingestufte US-Landsfrau Emma Navarro.

(SID/APA)

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