Sieg gegen Wolves reicht nicht: Liverpool verpasst Meisterschaft knapp

Für Liverpool ist die Chance auf das historische Quadrupel dagegen dahin. Das Team von Trainer Jürgen Klopp kann seine Saison nach Titeln im FA-Cup und Ligacup aber immer noch mit der Champions League krönen. Dort geht es am Samstag im Finale in Paris gegen Real Madrid mit David Alaba. Viel hatte aber nicht gefehlt, um als Rekordmeister auch wieder mit Manchester United (20 Titel) gleichzuziehen.

Das Fernduell war reich an Drama. Liverpool geriet im Wissen, dass nur ein Sieg die Titelchancen am Leben erhalten würde, bereits nach 130 Sekunden in Rückstand. Bei einem weiten Abschlag patzte Ibrahima Konate, Pedro Neto sagte Danke. Die angeschlagenen Stars Virgil van Dijk und Mohamed Salah saßen bei den „Reds“ – möglicherweise auch im Hinblick auf das Champions-League-Finale am Samstag – vorerst nur auf der Ersatzbank, Mittelfeldmann Fabinho fehlte überhaupt im Aufgebot.

Wolverhampton war mehrmals brandgefährlich, Liverpool-Keeper Alisson zeigte aber starke Paraden – unter anderem gegen den Ex-Salzburger Hwang Hee-chan. Ein anderer mit Salzburg-Vergangenheit besorgte den Ausgleich: Nach sehenswertem Fersen-Zuspiel von Thiago schloss Sadio Mane ins kurze Eck ab (24.). Der Senegalese ließ Anfield im zweiten Durchgang noch einmal explodieren, sein Treffer zählte wegen klaren Abseits aber nicht (50.).

Liverpool erfüllte zwar seine Pflicht. Der eingewechselte Salah staubte nach Kopfball von Joel Matip aus kurzer Distanz ab (84.), musste sich aber am Ende gleichauf mit Tottenhams Son Heung-min mit der Torjägerkrone (je 23 Ligatreffer) trösten. Für den Endstand sorgte Andy Roberston (89.), die Liverpool-Fans starrten da aber großteils nur noch auf ihre Handys – vergeblich.

(APA) / Bild: Imago