Ski Cross: Mathias Graf holt 2. Sieg im 4. Weltcuprennen

Für Mathias Graf läuft es im Ski-Cross-Weltcup weiter nach Wunsch. Der 26-jährige Vorarlberger triumphierte am Mittwoch im ersten von zwei Saisonbewerben in Innichen und holte damit in seinem erst vierten Weltcup-Rennen bereits den zweiten Sieg. Seinen Premierenerfolg hatte Graf, der auch in der Gesamtwertung an der Spitze liegt, im zweiten Val-Thorens-Event am 9. Dezember gefeiert. Sein Landsmann Johannes Rohrweck kam zu Sturz und wurde ins Krankenhaus nach Bozen gebracht.

Graf war schon am Dienstag in der Qualifikation der Schnellste gewesen und unterstrich seine Topform auch im Rennen. „Es ist mega, im vierten Weltcuprennen den zweiten Sieg zu feiern. Es läuft wirklich gut für mich“, sagte der ÖSV-Athlet. Natürlich hätten ihm die Riesentorlauf-Kenntnisse aus seiner ehemaligen Alpin-Zeit auf dem teilweise Riesentorlauf-ähnlichen Kurs geholfen. „Ich bin besser Riesentorlauf gefahren, als in meiner alpinen Karriere“, scherzte Graf.

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Die Starts seien „richtig gut“ gewesen. Im Finale kam er als Zweiter weg, konnte sich nach hartem Kampf aber an Reece Howden vorbeikämpfen und am Ende souverän gewinnen. Dabei hielt er gleich drei Kanadier auf Distanz, hinter Howden kamen Brady Leman und Kristofor Mahler ins Ziel. „Das Rennen selbst war schwierig und von Anfang an ein harter Kampf, aber bis zum Schluss ist es sich ausgegangen. Deshalb bin ich natürlich sehr zufrieden“, resümierte der ÖSV-Athlet. Im Weltcup führt Graf nun mit 250 Punkten recht komfortabel vor Howden (201).

Restliche ÖSV-Athleten scheiden im Achtelfinale aus

Die restlichen Österreicher schieden im Achtelfinale aus, darunter Rohrweck, der an dritter Stelle liegend kurz vor einem Sprung aus der Balance und dann zu Sturz kam. Der 32-jährige Oberösterreicher und Val-Thorens-Sieger schlug mit dem Kopf auf der Piste auf und wurde nach der Erstversorgung und dem Abtransport mit dem Akja zur weiteren medizinischen Abklärung in ein Spital nach Bozen gebracht. „Rohrweck war vor dem Transport in das Krankenhaus ansprechbar und konnte sich auch an den Hergang des Sturzes erinnern“, so der ÖSV per Aussendung.

Im Krankenhaus wurde bei Rohrweck eine Gehirnerschütterung festgestellt. Der Athlet wurde daraufhin in die Universitätsklinik Innsbruck gebracht, wo er die Nacht zur Beobachtung verbringen wird. Graf widmete seinen Sieg dem Teamkollegen. „Nach dem Halbfinale habe ich zu den Trainern am Start gesagt: ‚Diesen Sieg fahre ich für Johnny nach Hause.‘ Zum Glück ist mir das auch gelungen“, sagte der Tagessieger. Zum Glück sei nichts Schlimmeres passiert. „Ich hoffe, dass er bald zurückkommt“, sagte Graf. Rohrweck wurde 25., direkt hinter Claudio Andreatta.

Im Frauenbewerb musste sich Katrin Ofner mit Rang acht begnügen. Sie schied im „kleinen Finale“ auf dem Weg zu einer besseren Platzierung aus. Sonja Gigler als Zehnte und Andrea Limbacher als 14. schafften auch noch den Sprung unter die Top 15. Der Sieg ging einmal mehr an die mittlerweile 32-fache schwedische Weltcup-Siegerin Sandra Näslund, die damit auch Rennen Nummer vier für sich entschied und beim Punktemaximum (400) hält. Ofner (143) ist Gesamtsiebente. Am Donnerstag (ab 12.00 Uhr/live ORF Sport +) folgt das zweite Rennen. Graf kündigte dafür wieder „vollen Angriff“ an.

(APA)/Bild: GEPA