BEAVER CREEK,COLORADO,USA,13.FEB.15 - ALPINE SKIING - FIS Alpine World Ski Championships, giant slalom, men. Image shows Ted Ligety (USA). Photo: GEPA pictures/ Mario Kneisl

Ski-WM: Nachgefragt bei Riesentorlauf-Weltmeister Ted Ligety

via APA

Vail (Colorado)/Beaver Creek (Colorado) (APA) – Nachgefragt beim US-Amerikaner Ted Ligety, der am Freitag bei der Ski-Heim-WM in Vail/Beaver Creek Gold im Riesentorlauf gewonnen hat. Ligety hat damit seit der WM 2011 alle Riesentorlauf-Titel bei Großereignissen geholt (WM 2011, WM 2013, Olympia 2014 und WM 2015).

Frage: Sie sind der erste Riesentorläufer, der dreimal in Folge Weltmeister wurde. Zudem sind sie nun der erfolgreiche US-Skifahrer der WM-Geschichte. Was bedeuten Ihnen diese Statistiken?

Ligety: “Ich bin eigentlich keiner, der viel Wert auf Statistiken legt. Es ist cool, was ich erreicht habe. Zurückblicken und Bilanz ziehen möchte ich jedoch erst nach meiner Karriere. Aber als kleiner Bub hätte ich von solchen Erfolgen niemals zu träumen gewagt.”

Frage: Marcel Hirscher hat Ihnen in diesem Winter im Riesentorlauf bisher die Show gestohlen. Fühlt sich dieser Heimsieg deshalb noch besser an?

Ligety: “Marcel hatte bisher eine sensationelle Riesentorlauf-Saison, ich hatte meine Probleme. Deshalb muss ich schon sagen, dass dieser Sieg besonders süß schmeckt. Wenn man vor Marcel ist, dann ist das immer ein guter Tag. Denn dann weiß man, dass man schnell war. Marcel ist auf dem besten Weg, einer der größten Skifahrer aller Zeiten zu werden. Wenn er das nicht schon ist. Ich glaube, dass er sogar Hermann Maier überbieten kann. (Hirscher hält bei 29 Weltcup-Siegen, Maier hat 54 Erfolge gefeiert, Anm.)”

Frage: Wie haben Sie die sensationelle Stimmung während des Rennens erlebt?

Ligety: “Das Publikum hier ist seit zwei Wochen unglaublich. Egal ob wir US-Amerikaner gewinnen oder nicht, die Zuschauer feuern uns enthusiastisch an. Deshalb war ich nach meiner Zieldurchfahrt froh, dass das ‘grüne Licht’ bestätigt hat, was ich gehört habe.”

Frage: Wie beurteilen Sie Ihre Leistung im zweiten Durchgang, in dem Sie vom fünften Platz noch zu Gold gefahren sind?

Ligety: “Ich habe im ersten Lauf einige Fehler gemacht. Wenn du dann auf Platz fünf liegst, kannst du sowieso nur so stark attackieren wie möglich. Ich hätte mich definitiv für eine sehr lange Zeit gehasst, wenn ich nicht alles versucht hätte, um hier diese Goldmedaille zu holen.”

Frage: Haben Sie gefühlt, dass dieser zweite Durchgang für Gold reichen wird?

Ligety: “Ich war unglaublich nervös, das Warten war fürchterlich. Bei Marcel kann man sich nie sicher sein, er kann immer und überall für eine Bestzeit sorgen. Die Erleichterung danach war gewaltig.”