Skispringen: Schierenzauer kämpft um Form – Garmisch als Hoffnung
„Garmisch ist meine Lieblingsschanze“, betonte Schlierenzauer am Mittwoch im Teamhotel in Leutasch bei Seefeld. „Da freue ich mich sehr drauf. Da habe ich Referenzsprünge und kann auf mein Gefühl bauen.“ Kein anderer Österreicher hat auf der meist ungeliebten Olympia-Schanze so oft gewonnen wie der dort dreimal siegreiche Tiroler, der zudem am Neujahrstag 2015 als Vierter bester ÖSV-Springer war.
Doch die Ausgangssituation ist schwierig. Die Topform der aktuellen Spitzenspringer bringt Nachteile für Suchende wie Schlierenzauer. Der Anlauf ist enorm kurz, oft kommt auch noch Verkrampfung dazu, die sich in geringerer Anfahrtsgeschwindigkeit äußert. „Wenn man nicht gut springt, fährt man meist auch keine gute Hocke“, erklärte der Stubaier. Er verglich den Ablauf eines Sprungs mit einem Golfschwung. „Da müssen einfach auch mehrere Dinge ineinandergreifen.“
Die derzeitige Situation sei eine Erfahrung, die ihn stärker mache, sagte der Vize-Weltmeister von Falun. „Da muss ich durch. Wenn man die Nuss knackt und wieder nach oben kommt, ist es umso schöner.“
Für Cheftrainer Heinz Kuttin ist vor allem wichtig, dass der Rekordgewinner im Weltcup wieder an Sicherheit gewinnt, da seien lockere Sprünge wie am Mittwochvormittag wichtig. „Der Fokus muss wieder mehr auf dem Fliegen liegen“, sagte der Coach. „Aber während der Tournee in Form zu kommen ist schwierig.“
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