Skispringen: Stefan Kraft will nun auch im Weltcup aufs Podest
Kraft war vor dem Einzelbewerb nervös gewesen, in der Teamkonkurrenz führte er mit dem Selbstvertrauen des Medaillengewinners das ÖSV-Quartett zu Bronze. „Das war fein, ich habe gewusst, dass es klappen wird“, versicherte der 22-Jährige. „Im Weltcup auf das Stockerl zu hüpfen ist jetzt das nächste Ziel.“ Bisher stehen bei ihm drei vierte Plätze als beste Resultate zu Buche. Nach der Saison wird jedenfalls gefeiert. Das Lokal eines Freundes habe er dafür schon reserviert, sagte der Pongauer.
Sein Zimmerkollege Michael Hayböck war im Weltcup in diesem Winter schon dreimal Zweiter und einmal Dritter. Doch die höchste Stufe zu erklimmen, sei schwierig, weiß der Oberösterreicher. „Ein Sieg ist sehr schwer, weil Peter Prevc alles gewinnt“, erklärte Hayböck in Bad Mitterndorf. „Aber ich werde hart arbeiten, dass vielleicht doch der Einser aufscheint. Das wird das Ziel für die restliche Saison.“
Hayböck kam auf dem Kulm am Samstag und Sonntag so richtig ins Fliegen, er sicherte als Schlussmann Bronze mit 37 Punkten Vorsprung auf Slowenien ab und jubelte mit seinen Teamkollegen Manuel Fettner und Manuel Poppinger. „Das nötige Glück haben wir eigentlich gar nicht gebraucht. Daher ist diese Medaille noch wertvoller als sonst.“
Nach der WM-Medaille vergaßen die ÖSV-Springer nicht auf den schwer verletzten Lukas Müller. Sobald es möglich sei, werde man den Kollegen im Spital besuchen, sagte Kraft. Auch eine Hilfe ist angedacht. „Wir werden ihn sicher unterstützen“, so der Ex-Tourneesieger.
Im stressigen Jänner bleiben den Skispringern nun nur zwei Tage Pause, dann erfolgt schon die Fahrt nach Polen, wo am Samstag zunächst ein Teambewerb geplant ist. Kraft war im Vorjahr in Zakopane Zweiter, das war das beste ÖSV-Resultat auf dieser Schanze seit dem Sieg Gregor Schlierenzauers vor vier Jahren.