Die Ära von Oumar Solet bei Red Bull Salzburg endete im Herbst 2024 - die Trennung verlief nicht reibungslos. Nun blüht

Solet blüht in Italien auf – Hat sich Salzburg verzockt?

Die Ära von Oumar Solet bei Red Bull Salzburg endete im Herbst 2024 – die Trennung verlief nicht reibungslos. Nun blüht der Innenverteidiger bei Udinese Calcio in der Serie A auf.

106 Pflichtspiele, drei CL-Saisons, drei österreichische Meistertitel und ein Cupsieg in vier Jahren: Die Vita von Solet bei „Bullen“ kann sich sehen lassen. Jahrelang gehörte der Franzose zu den Schlüsselfiguren in der Salzburger Defensive. Verletzungen verhinderten wohl den nächsten, ganz großen Karriereschritt.

Salzburg kassiert keine Ablöse für Solet

Stichwort Verletzungen: Diese waren wohl ein Mitgrund, warum ein Wechsel ins Ausland mehrmals scheiterte. Im Jänner 2024 sollen die italienischen Topklubs AS Roma und SSC Napoli am Verteidiger dran gewesen sein, ein Transfer kam jedoch nicht zustande.

Im Sommer 2024 bemühten sich der VfB Stuttgart und die TSG Hoffenheim um den Rechtsfuß, beide Vereine waren nach der medizinischen Untersuchung nicht mehr bereit, Solet unter Vertrag zu nehmen.

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Zu einer weiteren Saison in Österreich kam es nicht. Im vergangenen September zerbrach das Verhältnis zwischen Solet und Red Bull Salzburg. Der Vertrag wurde vorzeitig und einvernehmlich aufgelöst, Solets Arbeitspapier lief ursprünglich bis Sommer 2025.

Salzburg verpflichtete Solet im Jahr 2020 für stattliche 4,5 Millionen Euro von Olympique Lyon. Knapp vier Jahre später konnte keine Ablösesumme für den Abwehrspieler generiert werden.

Solet tritt gegen Salzburg nach: „Bin froh, dass ich weg bin“

Der ehemalige Salzburg-Sportdirektor Bernhard Seonbuchner kommentierte den Abschied von Solet im September folgendermaßen: „Wenn wir in irgendeiner Form überzeugt gewesen wären, dass der Spieler noch für Salzburg zum Einsatz kommen kann, dann hätten wir weitergemacht (…). Es ist sicher kein Kompliment für beide Seiten und kein Erfolgsfall.“ Seonbuchner ist seit Jahresende nicht mehr Sportchef der Salzburg-Kampfmannschaft. Der 41-Jährige kehrte als sportlicher Leiter in die Akademie zurück, neuer Geschäftsführer Sport ist seit Jänner 2025 Rouven Schröder.

Solet trat kurz nach seinem Abschied aus Salzburg ordentlich gegen seinen Ex-Verein nach. Gegenüber der französischen Zeitung „L’Equipe“ sagte er: „Ein Jahr vor Ablauf meines Vertrags wollte Salzburg, dass ich wechsle. Sie haben versucht, mich überall hin zu verkaufen. Auch an Vereine, die mich nicht interessiert haben. Ich bin sehr froh, dass ich weg bin.“

Traumtor gegen Inter: Solet überzeugt in Italien

Ein knappes halbes Jahr später läuft es für Solet wieder richtig gut. Nur einen Monat nach seinem Aus in Salzburg unterzeichnete der 25-Jährige einen Zweijahresvertrag beim italienischen Erstligisten Udinese Calcio. Seit Jänner 2025 ist Solet spielberechtigt und darf für seinen neuen Klub auflaufen.

In der Serie A verpasste der bullige Innenverteidiger seitdem nur eine Partie und brachte es auf zwölf Startelf-Einsätze. In der Tabelle liegt Udinese auf Rang elf im gesicherten Mittelfeld.

Für Aufsehen sorgte Solet bei der Auswärtsniederlage gegen Tabellenführer Inter Mailand (1:2). Der Franzose eroberte den Ball an der Mittellinie, überraschte das Inter-Mittelfeld mit einem Tempolauf und versenkte einen Distanzschuss aus knapp 25 Metern im Eck.

Solet vor Millionenwechsel im Sommer?

Solet wechselte vor Kurzem sein Management und wird nun von der Unique Sports Group beraten. Diese Agentur vertritt u.a. Salzburg-Youngster Karim Konaté und Sturm-Leihspieler Malick Yalcouyé.

Laut Transfer-Experte Fabrizio Romano könnte der Defensivspieler im Sommer eine heiße Aktie auf dem Transfermarkt werden. „Nach großartigen Leistungen für Udinese dürfte er im Sommer-Transferfenster zu den Spielern zählen, die man im Auge behalten sollte“, so der italienische Transfer-Guru.

Udinese würde im Falle eines Wechsels jedenfalls eine Ablöse kassieren. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen könnte diese im zweistelligen Millionenbereich liegen…

Bild: Imago