Späte Überraschung kostet Mayer Podestplatz in Kitzbühel
Ein glanzloses Österreicher-Ergebnis in der ersten Kitzbühel-Abfahrt hat am Freitag selbst beim Tagesbesten einen schalen Beigeschmack hinterlassen. Matthias Mayer purzelte nach der Fahrt des mit Nummer 43 gestarteten Franzosen Blaise Giezendanner noch vom Podest. Der Kärntner hatte beim Absolvieren des Interviewmarathons schon Sorge bekundet, die letztlich berechtigt war. „Ich hoffe, dass es der dritte Platz bleibt, weil es ist noch einiges drin.“
Mayer fürchtete auf einer insbesondere nach den ersten Läufern schneller werdenden Streif noch die jungen Wilden, „speziell von den Kanadiern habe ich Angst.“ Es sollte kein „Canadian Cowboy“, sondern ein 30-jähriger Franzose zum Spielverderber avancieren. Nichts wurde es aus dem vierten Streif-Podest in Folge.
Obwohl Mayer nun schon fünf Abfahrten in Folge die Stockerlplätze verpasst hat, war der Kitzbühel-Sieger von 2020 mit seiner Leistung sehr zufrieden. „Von meiner Fahrt täte ich gar nichts ändern“, hatte er auch schon die zweite Abfahrt am Sonntag (13.30 Uhr) im Blick. „Herunten möchte ich es noch einmal eins zu eins gleich machen.“
Mit Daniel Hemetsberger (10.) klassierte sich nur noch ein ÖSV-Läufer in den Top Ten, Vincent Kriechmayr (13.) gehörte zu den Geschlagenen. Die Begleitumstände seien letztlich auch ungünstig gewesen, befand Mayer. „Ich war mit Startnummer sieben eh noch im Mittelbereich, aber der Vinc hat sich mit Startnummer drei nichts Gutes getan.“ Den Pausentag am Samstag will der Doppelolympiasieger auch als solchen angehen. „Ich habe ein wenig Zeit, mich auszurasten und den Slalomläufern zuzuschauen.“
(APA) /Bild: GEPA
