Spanier „außergewöhnlich gewachsen“ – Schotten jubeln mit

Die punktgleichen Topteams Spanien und Schottland haben am Sonntag in der Qualifikations-Gruppe A die Fahrkarte für die Fußball-EM-Endrunde 2024 in Deutschland gebucht. Die Spanier untermauerten damit ihr Standing als EM-Dauergast, 1992 waren sie letztmals nicht dabei. Teamchef Luis de la Fuente attestierte seinem Team ein „außergewöhnliches“ Wachstum in den vergangenen Monaten. Die Schotten schnuppern dank spanischer Mithilfe zum zweiten Mal in Folge EM-Luft.

Die Spanier machten sich das Leben in Oslo teilweise selber schwer, brachten eine Zitterpartie dank einem Gavi-Treffer (49.) aber trotzdem erfolgreich zu Ende. Es war der vierte Sieg in der EM-Quali in Folge, wobei die jüngsten drei ohne Gegentreffer eingefahren wurden. Zuvor hatten die Iberer im Juni die Nations League gewinnen können. Die anfänglichen Diskussionen ob der erst zu Beginn des Jahres nach dem WM-Achtelfinal-Out installierte De la Fuente der richtige Mann ist, sind verstummt.

„Ich bin glücklich, da ich glaube, dass das Team in einem außergewöhnlichen Ausmaß gewachsen ist. Man hat das Gefühl, dass es eine Einheit ist, die zusammenhält. Das begeistert uns am meisten“, sagte De la Fuente. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, im Rahmen derer es etwa auch am 28. März die 0:2-Niederlage in Schottland gegeben hatte, habe seine Truppe die Kurve gekratzt. „Wir haben korrigiert, was geändert werden musste und die Spieler haben das auch verstanden“, erläuterte der 62-jährige Spanier.

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Einer davon ist Dani Carvajal. Für den 31-jährigen Real-Madrid-Verteidiger fühlte sich die erfolgreiche Qualifikation diesmal besonders gut an. „Sich für eine EM zu qualifizieren, war nie einfach, vor allem dieses Mal, nach der Niederlage in Schottland, wir hatten auch einen neuen Trainer und viele Leute von außerhalb haben plötzlich begonnen an uns zu zweifeln. Aber wir haben es geschafft, uns davon zu erholen und einen Schritt nach vorne zu machen“, verlautete der Clubkollege von ÖFB-Star David Alaba.

Die Schotten konnten auf der Couch jubeln. Wie bisher nur 1992 und 1996 sind sie wieder zweimal hintereinander bei einer EM vertreten. „Ich bin mir nicht sicher, ob sie die Bedeutung ihrer Leistung bereits vollständig realisieren, aber sich nach mehr als 20 Jahren wieder für aufeinanderfolgende EM-Turniere zu qualifizieren ist phänomenal und der Beweis für die harte Arbeit in den vergangenen Jahren“, sagte Schottlands Teamchef Steve Clarke. Der Fortschritt, den die Truppe gemacht habe, sei durch das Abschneiden, klar ersichtlich.

In den Test gegen Frankreich am Dienstag in Lille können die Schotten nun befreit gehen. Danach warten in der EM-Quali noch die Spiele gegen Georgien und Norwegen. „Wir wollen noch so viele Punkte als möglich holen“, gab Clarke die Marschroute vor. Dann ist vielleicht noch der Gruppensieg möglich, aktuell haben die Spanier bei Punktegleichheit die Nase vorne.

(APA)

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Beitragsbild: Imago