Spielplan der UEFA laut Hoffenheims Ilzer „ein Wahnsinn“
Christian Ilzer hat sich bitterlich über die Vielfachbelastung der Profis beklagt. „Der Spielplan der UEFA ist ein Wahnsinn“, meinte der Coach von 1899 Hoffenheim am Donnerstag nach dem 3:0-Sieg des deutschen Bundesligisten in der Europa League gegen Olympique Lyon. Mit Blick auf verletzte Spieler von Paris Saint-Germain oder Bayern München in der Champions League sagte er in Richtung der Europäischen Fußball-Union: „Vielleicht machen sie über das auch einmal eine Statistik.“
Die Klubtrainer würden versuchen, im Alltag nachzusteuern, aber das sei nahezu unmöglich. Gleichzeitig würden sie sofort infrage gestellt, „wenn du irgendwo einen Spitzenspieler rausrotierst“, sagte der Ex-Trainer von Sturm Graz. „Der Schwerpunkt der Nationalmannschaften soll die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft sein. Das sind die großen Highlights der Spieler, das sind die großen Highlights aller Nationalverbände. Auf das soll man hinarbeiten, dafür muss man sich qualifizieren. Man braucht keine künstliche Nations League“, meinte der 49-jährige Steirer.
Seiner Meinung nach sei die Nations League einfach zu viel für das, was der Spielplan vertrage. Der Terminkalender der UEFA müsse noch einmal wirklich sehr ernsthaft hinterfragt werden, forderte Ilzer. Die Hoffenheimer feierten mit ÖFB-Teamspieler Alexander Prass gegen den Spitzenreiter von Frankreichs Ligue 1, bei dem Felix Bacher bis zur Pause verteidigte, ihren ersten Saisonsieg in der Europa League. Dabei ragte Andrej Kramaric heraus: Der 35-jährige Kroate erzielte mit seinem ersten Saisontor die Führung (45.+4) und bereitete die Treffer des Ex-Salzburgers Adam Daghim (49.) und von Adam Hlozek (83.) vor.
