SALZBURG,AUSTRIA,12.MAY.21 - SOCCER - tipico Bundesliga, championship group, Red Bull Salzburg vs SK Rapid Wien. Image shows Cican Stankovic (RBS). Photo: GEPA pictures/ David Geieregger

Stankovic rechnet mit Foda ab: „Mit Taktik kennt er sich schon aus, aber…“

via Sky Sport Austria

Cican Stankovic „flüchtete“ im Sommer von Red Bull Salzburg zu AEK Athen. „Ich wollte mir das einfach nicht mehr antun, wollte nur noch weg aus Österreich“, verrät der Torhüter im „Heute“-Interview. Außerdem kritisiert der vierfache ÖFB-Nationalspieler Teamchef Franco Foda scharf.

Nach sechs Jahren verließ der 29-jährige Torhüter im Juli den österreichischen Serienmeister aus Salzburg überraschend plötzlich. „In erster Linie habe ich dringend einen Tapetenwechsel gebraucht. Es war nämlich so, dass Teile der Fans und der Medien die Objektivität verloren haben, nur noch auf meine Fehler gewartet haben. Ich hatte ein schlechtes Standing, keine Wertschätzung“, sagt Stankovic und verweist darauf, dass er als einziger Torhüter aus Österreich in der Champions League spielte und seit langer Zeit die erste österreichische Nummer eins bei Salzburg war.

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„Ich wollte mir das einfach nicht mehr antun, wollte nur noch weg aus Österreich. Ich habe meinen Manager gebeten, was im Ausland zu suchen. Als sich mit AEK ein Topklub gemeldet hat, musste ich nicht lange überlegen“, erklärt Stankovic seinen Wechsel nach Griechenland.

Stankovic kritisiert Menschenführung von Foda

Unzufrieden war Stankovic nicht nur mit seinem Standing bei den Fans und der Medienlandschaft, sondern auch bei ÖFB-Teamchef Franco Foda. Im Herbst 2019 absolvierte Stankovic noch vier EM-Qualifikationsspiele (3 Siege, 1 Unentschieden) als Nummer eins, danach stand er nur bei vier weiteren Spielen überhaupt im Kader. Seit Anfang des Jahres ist Stankovic nur auf Abruf, damit verpasste er auch die EM-Endrunde.

„Ich habe nie Probleme mit ihm gehabt. Er hat allerdings auch nie mit mir gesprochen. Vielleicht schmecke ich ihm als Typ nicht. Ich bin keiner, der sich aufregt, wenn er nur auf der Bank sitzt – aber ich renn dann halt auch nicht mit einem breiten Grinser durch die Gegend. Die Nicht-Nominierung für die EM hat jedenfalls sehr weh getan. Ich bin dem Populismus zum Opfer gefallen“, sagt Stankovic der „Heute“ und legt gegen Foda nach: „Mit Taktik kennt sich Foda schon aus, aber es gehört einfach mehr dazu. Menschenführung ist zum Beispiel sehr wichtig. Es geht nicht, dass ein Trainer nur mit ein paar Auserwählten spricht und den Rest zur Seite schiebt.“

Trotz dieser Aussagen würde der AEK-Legionär auch unter Foda weiter für das ÖFB-Team bereit stehen: „Wenn er mich einberuft, würde ich meiner Verpflichtung natürlich nachgehen, weil ich unfassbar gerne für mein Land spiele. Aber es ist sicher nicht so, dass ich sehnsüchtig auf seinen Anruf warte.“

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