Strittige Elfmeterpfiffe: Alle Entscheidungen laut VAR-Bericht korrekt

Der VAR hat in seinem Rückblick zu drei Elfmetersituationen der 17. Runde der ADMIRAL Bundesliga Stellung genommen. In allen drei Fällen sei demnach korrekt entschieden worden. Zu einer Kontroverse kam es trotzdem rund um den Strafstoß des TSV Hartberg. Die WSG legte Protest ein (alle Infos!).

Szene #1: Fridrikas (Hartberg) vs. Boras (WSG Tirol)

Szene #2: Bidstrup (Salzburg) vs. Chukwu (Wolfsberger AC)

Szene #3: Fischer (Austria Wien) vs. Gorenc Stankovic (Sturm Graz)

Wegen Fridrikas-Einwechslung: WSG legte Protest ein

Im Zentrum des Protests der WSG Tirol steht nicht die Strafstoßentscheidung selbst, sondern der Ablauf unmittelbar davor. Konkret bezieht sich der Protest auf die Einwechslung von Hartberg-Stürmer Lukas Fridrikas in der 66. Spielminute. Im Rahmen eines Dreifachwechsels musste der Spieler zunächst Teile seiner Ausrüstung korrigieren und war somit noch nicht ordnungsgemäß für die Spielfortsetzung bereit. In weiterer Folge wurde Lukas Fridrikas ohne vorangegangene Spielunterbrechung während des laufenden Spiels durch den vierten Offiziellen auf das Spielfeld geschickt.

Nach Ansicht der WSG Tirol stellt dieser Vorgang einen Verstoß gegen die geltenden Spielregeln dar. Zwischen dem Betreten des Spielfeldes durch den genannten Spieler und dem Elfmeterfoul in der 70. Spielminute gab es keine Spielunterbrechung. Ein der WSG Tirol vorliegender Videomitschnitt dokumentiert diesen Ablauf. Gemäß den Bestimmungen der IFAB-Spielregeln ist eine Einwechslung ausschließlich im Rahmen einer Spielunterbrechung zulässig. Lukas Fridrikas wurde jedoch während einer laufenden Spielzene auf das Spielfeld gewunken und erwirkte wenige Sekunden später den entscheidenden Elfmeter.

Der VAR gab in seinem Bericht zu der konkreten Situation keine Stellungnahme ab.

Silberberger über Hartberg-Strafstoß: „Nie und nimmer ein Elfmeter“

Offiziell: WSG Tirol legt Protest gegen Spielbeglaubigung ein

Artikelbild: GEPA