Strittige Handspiel-Szenen: VAR nimmt Stellung
In der 10. Runde der ADMIRAL Bundesliga kam es einmal mehr zu einigen äußerst strittigen Schiedsrichter- bzw. VAR-Entscheidungen.
Sowohl im Spiel der Klagenfurter Austria gegen die Wiener Austria als auch im Duell des SK Rapid gegen den TSV Hartberg wurde um jeweils einen nicht gegebenen Elfmeter aufgrund eines Handspiels diskutiert. Nun nimmt der VAR Österreich auf seiner Homepage dazu Stellung.
Strafstoß für die Wiener Austria
In der siebten Minute des Spiels der beiden Austrias köpfte Lucas Galvao Jannik Robatsch auf die ausgestreckte Hand – hier hätte es einen Elfmeter für die Wiener geben müssen. Dies gibt nun auch der VAR zu, es hätte einen „On-Field-Review“ und in weiterer Folge einen Strafstoß geben müssen. Die Stellungnahme im Wortlaut:
Der FAK-Spieler #3 köpft den Ball nach einem Eckstoß Richtung gegnerisches Tor und trifft dabei die Hand des Klagenfurt-Spielers #34, welche vom Körper weggesteckt wird. Dadurch kommt es zu einer unnatürlichen Körperverbreiterung. Der Schiedsrichter sollte auf Strafstoß entscheiden. Der VAR sollte einen „On-Field-Review“ empfehlen.
Die Szene im VIDEO:
Kein strafbares Handspiel in der „Causa Bolla“
Zu einer ähnlichen Situation kam es in der Nachspielzeit im Spiel des SK Rapid gegen Hartberg. Rapid-Verteidiger Bolla kommt dabei im eigenen Sechzehner mit der Hand an den Ball – der VAR hat danach nicht eingegriffen, das Spiel lief weiter und endete mit dem 2:1-Heimerfolg der Hütteldorfer. Der VAR bestätigt hier auch im Rückblick seine Entscheidung:
Der Ball wird in der Rapid-Strafraum geflankt. Die Rapid-Spieler #77 und #20 versuchen gleichzeitig, den Ball mit dem Kopf zu spielen. Der Spieler #77 legt seinen abgewinkelten Arm in einer natürlichen Bewegung auf den Rücken des Spielers #20, um sich Platz zu verschaffen. Beide Spieler verpassen es, den fallenden Ball mit dem Kopf zu spielen und dieser landet auf dem Arm des Spielers #77, der sich in einer natürlichen Position befindet. Dabei handelt es sich um kein strafbares Handspielvergehen. Der Schiedsrichter hat richtigerweise weiterspielen lassen. Der VAR hat nicht eingegriffen, da die Schiedsrichterentscheidung korrekt war.
Die Szene im VIDEO:
Schmid über nicht gegebenen Elfmeter: „Für mich ein klares Handspiel“
(Red.)
