Video enthält Produktplatzierungen

Sturm gegen Hartberg – Steirer-Derby mit Querverbindungen

via Sky Sport Austria

Beim Steiermark-Derby zwischen dem TSV Hartberg und Sturm Graz in der Fußball-Bundesliga stehen auch die Trainer im Mittelpunkt. TSV-Coach Markus Schopp hat sich bei den “Blackys” ebenso einen gewissen Legendenstatus erarbeitet wie Sturm-Betreuer Christian Ilzer bei den Hartbergern. Für Sentimentalitäten ist am Sonntag (ab 13.30 Uhr live auf Sky Sport Austria 2 HD – streame das Spiel mit Sky X) in der Profertil Arena aber kein Platz.

Ilzer führte Hartberg 2018 ins Oberhaus, ehe er sich zum WAC verabschiedete und anschließend bei der Austria anheuerte. “Das Spiel ist für mich etwas Besonderes, weil ich dort viele Jahre als Trainer gearbeitet habe. Jetzt aber freue ich mich auf ein Steiermark-Derby als Sturm-Trainer”, erklärte der 42-Jährige.

so-27-09-tipico-buli

Dass die Hartberger erst bei einem Punkt halten, hat für Ilzer keine große Bedeutung. “Sie sind auf keinen Fall schlechter geworden, auch wenn die Ergebnisse nicht so gut waren. Sie werden eine ähnliche Rolle wie in der Vorsaison spielen”, vermutete der Trainer.

Damals beendete der TSV die Spielzeit vor Sturm, das bisher letzte Duell endete in Graz mit einem 4:1 für Hartberg. Diesmal sei aber laut Ilzer ein “offenes Duell” zu erwarten. “Wir haben uns top vorbereitet und inhaltlich weitere Entwicklungsschritte gesetzt. Das sind gute Vorzeichen.”

Stankovic: Will zeigen, was ich kann

Video enthält Produktplatzierungen

Sturm wartet zwar so wie Hartberg nach den ersten beiden Runden noch auf einen vollen Erfolg, erkämpfte aber immerhin am vergangenen Wochenende ein 1:1 gegen Rapid. “Wir haben aus diesem Spiel viel Selbstvertrauen mitgenommen und wollen jetzt den ersten Sieg. Die Mannschaft war im Training sehr fokussiert, das Selbstvertrauen und das Selbstverständnis in unseren Aktionen ist gestiegen”, betonte Ilzer.


Sturm-Coach Ilzer über Stankovic

Video enthält Produktplatzierungen

Hartbergs Schopp, der es als Spieler mit Sturm auf zwei Meistertitel und drei Champions-League-Teilnahmen brachte und bei den Grazern 2013 für wenige Monate als Profi-Cheftrainer fungierte, kann die Freude bei den “Blackys” über das Remis gegen Rapid nicht ganz nachvollziehen. “Das Anspruchsdenken von Sturm kann nicht sein, gegen Rapid einen Punkt zu holen, sondern mehr”, sagte der Ex-Teamspieler.

Verwundert zeigte sich Schopp auch über die Ansage von Sturm-Sportchef Andreas Schicker vor Saisonbeginn, dass sich auch ein Verpassen der Meistergruppe verschmerzen ließe. “Ich vermute nur, dass es das Ziel war, damit Druck rauszunehmen, aber es wird ja im Umfeld nie so gelebt, weil das ja einhergehen würde mit nicht passenden Leistungen. Und dann gibt es bei einem Verein wie Sturm trotzdem Spannungen”, meinte Schopp.

Der 46-Jährige lieferte im Zusammenhang mit seinem Ex-Club eine nüchterne Bestandsaufnahme ab. “Wir treffen auf eine Mannschaft, die letztes Jahr nicht so performt hat wie erwartet, dazu kommt ein Trainer, der in der letzten Saison bei seinem Verein auch nicht so performt hat, wie sich das alle vorgestellt haben. Jetzt wollen es alle besser machen, das macht den Gegner so gefährlich.”

Auch die Performance der Hartberger verlief zuletzt zumindest resultatsmäßig nicht wunschgemäß. “Von den Ergebnissen her sind wir noch nicht dort, wo wir sein wollen. Aber wenn man sich die Spiele anschaut, sind wir dort, wo wir letztes Jahr waren. Wir können die Dinge richtig einordnen.”

Ein wesentlicher Faktor für die Hartberger Erfolge der vergangenen Jahre war Rajko Rep, der zuletzt mit einem Abschied vom TSV in Verbindung gebracht wurde. “Aber für mich ist das null Thema, seit er bei uns verlängert hat”, erklärte Schopp. Rep hatte beim TSV Anfang August einen neuen Kontrakt bis Sommer 2023 unterschrieben.

skyx-traumpass

(APA)

Artikelbild: GEPA