MADONNA DI CAMPIGLIO,ITALY,22.DEC.21 - ALPINE SKIING - FIS World Cup, slalom, men. Image shows head coach Andreas Puelacher (OESV) and Marc Digruber (AUT). Keywords: inspection. Photo: GEPA pictures/ Harald Steiner

Suche nach Slalom-Team für Peking biegt in Zielgerade

via Sky Sport Austria

Noch drei Slaloms finden im alpinen Ski-Weltcup statt, dann stehen der Februar und Olympia vor der Türe. Nur zwei Torläufe haben die ÖSV-Trainer jedoch bis zur Nominierungsfrist Zeit, um das komplette Männer-Aufgebot zu benennen. Einer davon steigt am Sonntag (10.15/13.30 Uhr) in Wengen. Neben Adelboden-Sieger Johannes Strolz und Manuel Feller, der in der Vorwoche Zweiter hinter seinem Ex-Schulkollegen war, können sich noch alle ÖSV-Athleten für Peking aufdrängen.

Über das Duo Strolz und Feller werde man nicht hinwegsehen können, hatten Rennsportleiter Andreas Puelacher und Technik-Gruppencoach Marko Pfeifer in Adelboden anklingen lassen. Dort schlugen die rot-weiß-roten Slalom-Spezialisten nach einem unglücklichen Saisonstart zurück und feierten einen Doppelsieg. Im ersten Durchgang waren sogar fünf in den Top Ten gewesen. Strolz liegt in der Slalom-Weltcupwertung als Dritter nur 40 Punkte hinter den Co-Führenden Sebastian Foss-Solevaag (NOR) und Kristoffer Jakobsen (SWE).

skyx-traumpass

„Ich glaube, jetzt ist der Knoten wieder geplatzt. Die nächsten Slaloms werden sehr spannend und gut für uns“, sagte Pfeifer. „Es ist zu Weihnachten sehr intensiv gearbeitet worden von allen Trainern und Betreuern. Da ist ein Schritt nach vorne gegangen.“

Auch Marco Schwarz wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in China sein. Schwarz wird die Alpine Kombination und voraussichtlich auch den Riesentorlauf bestreiten, im Slalom hat er als Spezialweltcup-Gewinner der Vorsaison gute Karten. Und das obwohl er in diesem Winter nur in Adelboden, wo er schließlich Elfter wurde, sein Potenzial im ersten Durchgang ansatzweise abrufen konnte. „Wenn ich nicht zu hundert Prozent überzeugt bin und dann um die paar Prozente zurückstecke, funktioniert es nicht mehr ganz so, wie ich es mir vorstelle“, verriet der Kärntner. „Im Slalom ist er nicht zufrieden. Er will mehr“, weiß auch Pfeifer.

Nimmt man Schwarz dazu, ist noch ein Platz im olympischen Slalom-Quartett offen – ohne den Allrounder wären zwei Tickets zu vergeben. Als schnellster Aspirant hat sich bisher Fabio Gstrein erwiesen. In Adelboden schied der Ötztaler als Halbzeit-Führender aus. „Ich bin am Anschlag gefahren. Ein Einfädler kann passieren, das gehört dazu“, meinte der 24-Jährige. Sein Bestergebnis war der 14. Platz in Val d’Isere.

Die übrigen Kandidaten, die noch mehr in der Bringschuld stehen, heißen Michael Matt, Christian Hirschbühl, Dominik Raschner und Marc Digruber. Hirschbühl hat zwar im November den (nicht olympischen) Parallel-Event in Lech/Zürs gewonnen, im Slalom jedoch verpasste er eine Weltcup-Station wegen einer Coronavirus-Infektion und kam in Val d’Isere nicht über den 21. Rang hinaus. Matt war in Madonna als 20. stärkster Österreicher, Raschner in Adelboden 16.

skyx-traumpass

(APA) / Bild: GEPA