WELS,AUSTRIA,08.DEC.15 - BASKETBALL - ABL, Admiral Basketball League, WBC Wels vs Swans Gmunden. Image shows De Juan Wright (Wels), Daniel Friedrich (Gmunden), Petar Babic (Wels) and Jarvis Ray (Gmunden). Photo: GEPA pictures/ Matthias Hauer

Swans-Coach Wimmer: “Irgendeiner muss die Verantwortung übernehmen”

via Sky Sport Austria
  • Tilo Klette: Für mich ist nicht der Trainer schuld”
  • Harald Stelzer: “Wir müssen am Grundkonzept etwas ändern”
  • Davor Lamesic: “Haben heute gezeugt, was für ein Potenzial in der Mannschaft steckt”


Der WBC Wels gewinnt deutlich mit 91:60 gegen die Swans Gmunden. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

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…über das Spiel: „Wir haben zuletzt schon gegen Oberwart sehr gut in der Defensive gespielt, heute wieder und das haben wir in den Spielen davor nicht geschafft. Wir haben unsere Defensive eindeutig verbessert und das stimmt mich fröhlich. Am Anfang waren wir nervös und das hat man gespürt. Wir haben zuerst versucht mit Einzelaktionen zu gewinnen und es war klar, dass das nicht geht.“

…über die Bedeutung des Sieges: „Jetzt sind wir nicht mehr Letzter, das war unser Ziel und jetzt müssen wir Schritt für Schritt gehen. Wir müssen schauen, dass wir weiter an unserer Defense arbeiten und dann ist alles möglich. Wir haben heute gezeigt, was für ein Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Wir haben auch bisher offensiv sehr solide zusammengespielt, das Problem war meistens die Defense und die haben wir zurzeit ganz gut im Griff.“

 

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…über das Spiel: „Die Mannschaft hat heute gezeigt, was möglich ist, wir haben ein kleines Zeichen gesetzt an die Liga. Wir müssen einfach so weitermachen, wir müssen weiter arbeiten, vor allem im Training und uns weiter steigern. Wir haben schlecht angefangen, aber im Endeffekt haben wir gewonnen. In der Defense haben wir uns am meisten gesteigert, wenn wir da so weitermachen, dann kann es auch so weitergehen.“

 

(Trainer ):

…über das Spiel: „Wenn wir so in der Defense spielen wie heute, dann ist alles möglich für unsere Mannschaft. In diesem Spiel waren viele Emotionen, wir hatten vier oder fünf Turnover im ersten Viertel. Dann hatten wir mehr Ruhe im Spiel und hatten jeden Wurf nach mehreren Pässen. Elf Turnovers im Spiel sind der niedrigste Wert in dieser Saison, das hilft uns. Wenn wir den Ball kontrollieren, dann haben wir gegen jede Mannschaft die Chance zu gewinnen.“

…über die Mannschaft: „Wir haben viel Potenzial, wir dürfen nur keine Verletzungen haben und zusammenspielen. Wenn wir zusammenspielen, dann haben wir offene Würfe. Das müssen wir lernen, ein bisschen mehr Vertrauen haben und dann haben wir die Chance gegen jeden zu gewinnen.“

 

(General Manager ):

…über den Kader: „Zu Beginn der Saison war es vielleicht der schlechteste Kader aller Zeiten, wir sind mit zu vielen Rookies gestartet und da kann es sein, dass wir falsche Entscheidungen getroffen haben. Das haben wir jetzt korrigiert und müssen das Feld von hinten aufrollen. Die Spielerverpflichtungen hat das Coaching Team gemacht, sicher nicht Coffin allein und in letzter Konsequenz habe ich dem zugestimmt und habe auch eine Teilschuld. Jetzt haben wir den Kader, den wir wollen, sonst hätten wir die Wechsel ja nicht durchgeführt. Jetzt ist das Team und die Coaches gefordert, ich bin sehr positiv.“

 

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…über das Spiel: „Wir sind fabelhaft ins Spiel gekommen, aber wir sind selber dran schuld und es müssen sich einige klar werden, dass sie Leistung bringen müssen und wir nach den letzten drei Spielen jetzt genau da sind, wo wir hingehören. Wir haben nicht genug Optionen in der Offensive, wir haben zu viele Fehler in der Defensive und wenn man an beiden Enden nichts bringt, dann sieht das natürlich so aus. Ich habe gewusst, dass es eine harte Partie wird, aber ich habe nicht gedacht, dass wir so desolat auftreten.“

…über die vierte Niederlage in Serie: „Für mich ist nicht der Trainer schuld, wir haben einfach kein Material. Die Spieler sind einfach zu unkonstant, keiner bringt die Leistung, die wir erwarten würden um mitzuspielen. Da kann der Trainer nichts machen, wenn die ihre Leistung nicht abliefern, dann kann keiner was machen.“

 

(Trainer ):

…über das Spiel: „Wir haben sehr gut und aggressiv begonnen, aber wir haben schon nach fünf Minuten wieder aufgehört Basketball zu spielen. In Wahrheit fehlen mir die Worte. 21 Turnover sind entscheidend zu viel, wobei ich der Meinung bin, dass Turnover nicht entscheidend sind, wenn eine Mannschaft läuft und kämpft. Das Problem ist einfach, dass unser Spiel von zwei Spielern getragen wird und das ist eindeutig zu wenig. Wir wollten aggressiv spielen, wenn man aggressiv spielt passieren Fehler. Aber wenn man dann auch nicht mehr aggressiv spielt, dann muss man sich etwas überlegen.“

…über die Konsequenzen aus den letzten Niederlagen: „Die Art, wie die Niederlagen entstehen, gibt einem zu denken. Anscheinend bedeutet das Derby mir mehr als einigen Spielern, aber es geht auch um die Tabellensituation und da ist einigen wohl nicht bewusst um was es geht. Wenn man vier Spiele verliert, zweimal mit so einer Klatsche, dann kann sich kein Trainer mehr sicher fühlen. In Wahrheit muss irgendeiner die Verantwortung übernehmen.“

 

(Manager ):

…über das Spiel: „Die heutige Niederlage hat ihren Anfang schon in Traiskirchen genommen, die Mannschaft ist momentan extrem verunsichert und ist sofort tot, wenn mal ein paar Minuten nichts funktioniert. Ich weiß nicht, woran das liegt.“

…über den Kader: „Die Legionäre sind sicher nicht das Gelbe vom Ei. Es kommt mir aber auch so vor, dass alle Spieler momentan sehr verunsichert sind und eigentlich eher schlechter werden als sie vorher schon sind. Wir haben schon gewechselt und ich bin nicht bereit weiter zu wechseln, wir müssen am Grundkonzept etwas ändern, da sind wir zu schlecht aufgestellt.“

…über Trainer Wimmer: „Wir haben schon vor dem Spiel eine Aussprache angesetzt, für mich war schon das Spiel gegen Traiskirchen signifikant. Jetzt ist die Situation auch an der Tabelle festzumachen, wir müssen etwas ändern.“

 

(Sky Experte):

…über das Team von Wels: „Sie haben ja einige sehr gute Österreicher und das ist immer der Grundstock, mit dem man anfängt zu bauen. Dann hat man bei den Legionären immer wieder mal daneben gegriffen, aber das kann passieren. Und dieser neue Modus, den es letztes Jahr schon gab, mit zwei Partien gegen jeden in Hin- und Rückrunde verschafft jedem Team viel mehr Zeit zu reagieren, vor Weihnachten ist fast alles erlaubt, wenn man sich ab dann kontinuierlich auf die Playoffs vorbereiten kann. Und der ganze WBC strahlt aus, dass sie jetzt die Truppe haben, mit der sie arbeiten wollen.“

…über Wels: „Sie haben in der Tabelle jetzt den letzten Platz abgegeben haben, jetzt haben sie mit einem Sieg sogar zwei Plätze gutgemacht und ich denke, dass der Trend in diese Richtung weitergehen wird.“

…über Gmunden: „Ich verstehe, dass sie etwas down sind, aber das müssen sie lernen. Für mich waren heute nicht die Beine das Thema, sondern der Kopf. Die Legionäre bringen nicht das, was man sich erwartet und die können natürlich alle mehr. Basketball ist ein sehr komplexer Sport, es ist schwer da jetzt zu sagen, dass die Spieler oder der Trainer schuld sind. Unter dem Strich kommt raus, dass das Gesamtbild nicht passt. Es fehlt vorne und hinten eine Identität.“

…über Player of the Game Lorenzo O’Neal: Er hat heute 15 Assists ausgeteilt und war der Game Changer heute. Er ist reingekommen als von der Spielcharakteristik alles für Gmunden lief und dann hat sich alles gedreht. Die Tempokontrolle, das Ball Movement, die härtere und konsequentere Defense ging an den WBC, somit ging das Momentum an den WBC und damit auch der Score.“

…über die Bedeutung des Sieges für Wels: „Das ist in Wahrheit schwer zu beurteilen, weil es nur gegen Gmunden war. Wenn Gmunden sich so präsentiert, wie sie es heute getan haben, dann kann der Gegner nicht wirklich einschätzen was seine Leistung wert ist. Der WBC kann sicher darauf aufbauen, aber sie sollten nicht denken, dass jetzt eh alles ok ist, weil der Sieg nur gegen Gmunden war. Und dieses „nur gegen Gmunden“ hat sich Gmunden leider mittlerweile verdient.“