Tabakovic freut sich über „reife Leistung“ beim LASK
Drei Tage nach der Enttäuschung in Celje hat Red Bull Salzburg national eine starke Reaktion gezeigt.
Dank Torjäger Haris Tabakovic holten die Salzburger bei Meister LASK mit einem 3:1 drei Punkte und haben den Kampf an der Tabellenspitze der Bundesliga vorerst zu einem Duell gemacht. Nach zehn Runden ungeschlagen und nur fünf Gegentore kassiert – nur aufgrund des Rekordstarts von Rapid hat Salzburg als Tabellenzweiter mit drei Punkten Rückstand das Nachsehen.
In der Europa League vergaben die Roten Bullen beim 2:2 in Slowenien eine 2:0-Führung. In Linz kämpften sie sich nach einem starken Start des LASK inklusive 1:0-Führung durch Samuel Adeniran (13.) zurück und feierten einen verdienten Sieg. Tabakovic war mit seinen drei Treffern (25., 49., 74.) hauptverantwortlich dafür. „Am Donnerstag war das nicht so eine erwachsene Leistung. Heute haben wir ein anderes Gesicht gezeigt. Das war eine reife, eine männliche Leistung“, sagte der Bosnier im Sky-Interview. Tabakovic war im Sommer von Hoffenheim geholt worden und ein für Salzburg ungewöhnlicher Transfer, weil mit 32 Jahren kein Spieler zum Entwickeln. Man suchte Routine, Persönlichkeit und Abschlussqualität und landete einen Volltreffer. Mit sieben Treffern führt er nun die Torschützenliste an.
„Haben Mentalität gezeigt“ – Tabakovic nach Triplepack zufrieden
Salzburger Siege in den Top-Duellen
Überzeugend agierten die Salzburger in Linz großteils auch defensiv und zeigten sich einmal mehr in einem Spitzenspiel von der besseren Seite. Sie haben in dieser Saison bisher alle Duelle mit den drei anderen Spitzenteams Rapid (5:1), Sturm (3:0) und LASK (3:1) klar gewonnen. „Wir haben drei Siege gegen die Top-Teams, aber drei Unentschieden, das ist zu viel. In den drei Spielen (gegen die Großen) waren wir effektiv vor dem Tor und eiskalt, in den anderen Spielen haben wir diese Kaltschnäuzigkeit vermissen lassen“, meinte Trainer Danny Röhl. „Nach dem 0:1 war ich beeindruckt von meiner Mannschaft, wie sie sich von Minute zu Minute reingespielt und reingearbeitet hat. In der zweiten Halbzeit haben wir uns in einen Flow reingespielt. Das gibt uns viel Selbstvertrauen auf den Weg. Wir wachsen zusammen“, erklärte er.
Der LASK schien zunächst den Schwung vom überraschenden Champions-League-Sieg bei Sporting Lissabon mitnehmen zu können, verlor aber nach dem Ausgleichstreffer die Dominanz im Spiel. „Wir haben gut begonnen und dann den unnötigen Ausgleich kassiert. In der Folge war Salzburg in den entscheidenden Momenten den Tick besser. Die entscheidenden Zweikämpfe haben wir nicht gewonnen“, sagte Coach Dietmar Kühbauer. Mit der Niederlage und acht Punkten Rückstand auf Rapid hat sich der Titelverteidiger vorerst vom Kampf an der Spitze verabschiedet. „Man schaut immer auf die Tabelle, aber die Tabelle macht uns nicht verrückt. Es sind noch so viele Spiele“, meinte Kühbauer dazu.
Der LASK-Trainer überraschte mit seiner Aufstellung, indem er mit Sasa Kalajdzic, Christoph Lang und Krystof Danek die drei Torschützen von Lissabon aus der Startelf rotierte. „Es ist für den Trainer schön, dass er vier sehr gute Stürmer hat“, sagte Kühbauer. Am Mittwoch steigt im Cup-Achtelfinale auf der Gugl das Derby gegen Ried, danach folgen die Gastspiele von WSG Tirol und Slovan Bratislava.
