Tatar: „Alaba hemmt ÖFB-Offensivspiel“
In der 104. Folge unseres Podcasts DAB | Der Audiobeweis hat Sky-Experte Alfred Tatar u.a. über das ÖFB-Team gesprochen. Großes Thema war auch die Rolle von David Alaba im Nationalteam.
Mit einem Sieg, einem Remis und einer deutlichen Niederlage fällt die Bilanz des ÖFB-Teams nach den ersten drei Partien in der WM-Qualifikation eher durchwachsen aus. Besonders die 0:4-Klatsche gegen Dänemark war dann doch eindeutig. Nach drei Runden hat man nun schon fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Dänemark.
Vor allem die Rolle von Kapitän David Alaba im ÖFB-Team sorgte zuletzt für Diskussionen. Teamchef Franco Foda ließ den Abwehrchef der Bayern in jeder Partie auf einer anderen Position spielen. Beim 2:2 in Schottland agierte Alaba im Fünfer-Mittelfeld auf der linken Seite. Beim Sieg gegen die Färöer spielte der 28-Jährige im Mittelfeldzentrum. Bei der Heimniederlage gegen Dänemark schwirrte David Alaba auf dem linken Flügel herum, für Sky-Experte Alfred Tatar völlig unverständlich: „Alaba? Da weiß ich überhaupt nicht, warum Alaba wieder da vorne in diesem Bereich agiert, wo er gestern agiert hat. Aus dem Fehler von Koller, wo er einmal Mittelstürmer spielen durfte, wurde nichts gelernt. Alaba ist einmal kein kreativer Kopf. Im Gegenteil – ich finde, dass er unser Offensivspiel in dieser vorderen Zone einfach hemmt.“
Auf die Frage, was die beste Position für David Alaba im Nationalteam wäre sagt Tatar: „Wenn du eine Umfrage machst, dann wirst du zu 99,9% die Antwort bekommen: Innenverteidiger/linker Verteidiger. Warum er dann nicht auf dieser Position agiert, ist eine andere Frage. Das entscheidet der Teamchef.“
Alfred Tatar vermisst vor allem die Kreativität im ÖFB-Spiel. „Arnautovic wäre ein kreativer Kopf„, meint Tatar. Auch Leipzig-Kapitän Marcel Sabitzer konnte den 58-Jährigen nicht überzeugen: „Sabitzer funktioniert eigentlich nur in Leipzig. Im Nationalteam habe ich schon länger nicht gesehen, dass er dem Spiel mit Kreativität den Stempel aufdrückt.“
Allgemein meint Alfred Tatar, dass der „Fußball heute anders ist“. „Deshalb – wir haben keine kreativen Köpfe mehr, die einmal Dinge machen, die außerhalb des Erwartbaren sind.“
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Bild: GEPA




