Tatar über Ried-Kader: „Bei Zusammenstellung einiges schiefgelaufen“
Der Abstieg ist besiegelt: Die SV Ried muss zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte aus der ADMIRAL Bundesliga absteigen und steht damit schon eine Runde vor Saisonende als Schlusslicht fest. Während Sky Experte Alfred Tatar bei „Talk und Tore“ einige interne Rieder Entscheidungen hinterfragt, hofft Ex-SVR-Profi Dieter Elsneg auf eine baldige Erstliga-Rückkehr.
„Man hat verletzte Spieler, vor allem Führungsspieler gehabt. Das ist der erste Punkt. Der zweite ist, vereinspolitisch die Trainerpolitik und die Kaderpolitik. Seit man aufgestiegen ist, gibt es eine Reihe von Trainern und keine Kontinuität“, kritisiert Tatar die fehlende erkennbare Ausrichtung der Innviertler. Auch die Bundesliga-Tauglichkeit des Kaders war für den ehemaligen Rieder Coach nur schwer erkennbar: „Noch ärger finde ich die Kaderpolitik. Da sind einige Spieler dabei gewesen, wo ich zwei Fragezeichen hingeschrieben habe. Das heißt also, dass bei der Zusammenstellung des Kaders schon einiges schiefgelaufen ist.“
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Ebenso muss der Verein nach dem Rücktritt von Präsident Roland Daxl auch auf Funktionärsebene handeln: „Er hat gesagt, er kann nicht mehr. Er ist Vorstand von Finanzen. Wenn er von diesem Posten auch zurücktreten will, muss es eine Generalversammlung geben. Er muss entlastet werden. Das heißt, es gibt dort noch einiges an Bewegung, was seinen Rücktritt betrifft. Da sind viele Fragen offen.“
Zellhofer: Präsidentenamt „mit sehr viel Arbeit und Druck verbunden“
Mit Georg Zellhofer äußerte ein weiterer ehemaliger Ried-Betreuer sein Verständnis über die Entscheidung aus: „Es ist nicht einfach, eine Präsidentenposition auszufüllen. Das ist mit sehr viel Arbeit und Druck verbunden. Wenn es läuft, ist es schön, wenn es nicht läuft, ist es nicht so angenehm. Ich glaube es ist legitim und es steht im zu. Jetzt kann man sich auf diese Position vorbereiten.“
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GAK-Funktionär und Ex-SVR-Stürmer Dieter Elsneg leidet wiederum mit dem Abstieg seines Ex-Vereins: „Aus der Ferne ist es natürlich sehr schwer zu beurteilen. Ich habe den Fokus auf meinem Verein und schaue, dass wir uns weiterentwickeln. Natürlich schaue ich aber mit einem Auge hin und bin sehr traurig, dass es jetzt so gekommen ist. Ich habe noch immer eine emotionale Bindung zum Verein.“
(Red.)
