Thiem muss um Hauptfeld-Teilnahme bei Australian Open zittern
Dominic Thiem hat sich nach einem durchwachsenen Tennisjahr 2023 für die neue Saison viel vorgenommen. Ob der Österreicher beim ersten Grand Slam des Jahres bei den Australian Open im Hauptfeld um wichtige Weltranglistenpunkte spielen kann, ist aber noch alles andere als sicher.
Grund für Thiems Zittern um den direkten Einzug ins Hauptfeld ist seine Weltranglistenposition. Aktuell steht der Lichtenwörther im Ranking auf Platz 98, ins Hauptfeld von Melbourne ziehen die ersten 104 der Weltrangliste direkt ein. Zwar wäre Thiem nach dem aktuellen Ranking in Melbourne dabei, doch er könnte bis zum Meldeschluss am 4. Dezember noch aus den begehrten Rängen rutschen.
Grund dafür sind zwei Dinge: Zum einen wenden viele langzeitverletzte Spieler für die Teilnahme bei den Grand Slams das sogenannte „Protected Ranking“ an. Die erlaubt es ihnen, direkt in den Hauptbewerb einzuziehen.
Zuletzt waren im Schnitt fünf Spieler bei Grand Slams dabei, die die Möglichkeit des „Protected Ranking“ genutzt haben – eine ähnliche Anzahl wird auch dieses Jahr in „Down Under“ erwartet. Zum Beispiel könnte der lange verletzte Superstar Rafael Nadal dadurch ins Hauptfeld rücken.
Fünf Profis könnten Thiem noch überholen
Ein weiterer Grund für Thiems Zittern ums Hauptfeld in Melbourne ist die Tatsache, dass ihn noch fünf Spieler punktemäßig in der Weltrangliste überholen könnten. Während Thiem seine Saison nach dem Achtelfinal-Aus in Metz Anfang November für beendet eklärte, spielt ein für Thiem gefährliches Quintett in dieser Woche noch bei Challenger-Turnieren um Weltranglistenpunkte.
So haben Fabio Fognini, Yosuke Watanuki, Tomas Barrios Vera, Hugo Dellien und auch ÖTV-Profi Jurij Rodionov in dieser Woche nochmal ihre Tennistasche gepackt. Jedoch müsste das Quintett bei den jeweiligen Turnieren sehr weit kommen oder sie sogar gewinnen, um Thiem noch zu überholen.
Unter dem Strich bleibt: Sollten in dieser Woche noch mehr als sechs Spieler Thiem hinter sich lassen, müsste der 30-Jährige in Melbourne den harten Gang durch die Qualifikation antreten. Als letzter Ausweg könnte Thiem beim Herausrutschen aus den Plätzen für eine direkte Qualifikation noch eine Wildcard retten.
In der vergangenen Saison war Thiem bei den Australian Open bereits in der ersten Runde in drei Sätzen an Andrey Rublev gescheitert.
„Dann geht es im Ranking hoffentlich nach oben“: Thiem will nächste Saison neu angreifen
Bild: Imago
